Mobile Marketing
Mobile Nutzung sozialer Netzwerke steigt rasant
TNS legt nach eigenen Angaben die bislang umfangreichste Studie zu Nutzern mobiler Endgeräte weltweit vor. Bereits zum sechsten Mal durchgeführt, wurden in diesem Jahr über 34 000 Personen in 43 Ländern nach ihrer Nutzung von mobilen Anbietern und Services befragt. Obwohl viele Nutzer bereits mobil in sozialen Netzwerken aktiv seien, gelinge es gegenwärtig lediglich 18 Prozent weltweit, direkt von ihren Mobiltelefonen Fotos oder Videos ins Web hochzuladen. Allerdings seien weitere 44 Prozent daran interessiert, dies zukünftig zu können. Auch hier sei das Interesse der Konsumenten in den Wachstumsmärkten deutlich größer, Inhalte hochzuladen (49 Prozent). Für über die Hälfte (55 Prozent) fehlten dafür allerdings gegenwärtig die technischen Voraussetzungen.
„Da der Trend immer stärker hin zum Mobiltelefon als primärem Gerät für Internetzugang und Kommunikation geht, sind Unterhaltungs- und Multimedia-Funktionen eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg bei den Verbrauchern“, sagt James Fergusson, TNS Managing Director, Global Technology Sector. Die Hersteller von mobilen Endgeräten müssten sicherstellen, dass Unterhaltungsangebote, vor allem mobile Musikangebote, Spiele, Bilder, Video und soziale Netzwerke verfügbar und leicht zugänglich seien. „Viele Anbieter verpassen hier Chancen, indem sie ihre Smartphones noch nicht in wachstumsstarken Ländern anbieten.“
Laut TNS Mobile Life 2011 geht das stärkste Wachstum bei neuen Services in den letzten zwölf Monaten auf Social Video (von zehn auf 15 Prozent) und Live-TV (von neun auf zwölf Prozent) zurück. Über die Hälfte der Mobilfunkteilnehmer (54 Prozent) seien an Videotelefonie interessiert, obwohl sie den Service gegenwärtig noch nicht nutzten. 50 Prozent hätten Interesse an Live-TV und 48 Prozent an Video-Downloads und -Streaming. In Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten, Nordafrika und den afrikanischen Staaten südlich der Sahara sei die Nachfrage – insbesondere nach Live-TV – noch wesentlich höher (teilweise bis zu 70 Prozent). „Die Durchdringung mancher Wachstumsmärkte wie beispielsweise China, Brasilien und die Vereinigten Arabischen Emirate entspricht bereits den etablierten Märkten“, erläutert Fergusson weiter. Multimedia-Inhalte böten die Chance, das Wachstumspotenzial der wirtschaftlichen Entwicklung aufstrebender Länder zu nutzen.
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