08.07.2010

Kundenzufriedenheit

Frühwarnsystem zur Trenderkennung entwickelt

Unternehmen erhalten Informationen darüber, wie zufrieden Kunden mit ihren Produkten und Dienstleistungen sind, zumeist durch Erhebungen mittels Fragebogen oder Telefoninterview sowie durch Mystery-Shopping. Ein neues System zur Ermittlung von Zufriedenheits-Trends entwickelte das Münchener Startup-Unternehmen Seficon. Zentrales Element ist ein Befragungsgerät, das am Point of Sale implementiert wird und über das der Kunde per Tastendruck seine Ansicht über die Leistungen des Unternehmens deutlich macht.

Unterstützt wurde das junge Beratungsunternehmen bei der Entwicklung des Gerätes von der Hochschule München und dem „Strascheg Center for Entrepreneurship“. Als Zielmärkte für die Innovation werden der Einzelhandel, Bürgerbüros, Hochschulen, Servicecenter, Banken, Informationsschalter, das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Clubs oder Bars angegeben. Neben der externen Kundenbefragung sieht Firmengründer Sebastian Schulz auch unternehmensinterne Einsatzbereiche für das System, etwa die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems, für das die Mitarbeiterzufriedenheit nachgewiesen werden muss.

Das Befragungsgerät „Opinion Monitoring Device" (OMOD) hat die Stellfläche einer DIN-A5-Seite. Auf dem Gerät befinden sich vier Knöpfe mit lachenden und weinenden Gesichtern („Smileys“), über die der Kunde seine Meinung zu zwei Leistungsparametern abgeben kann. Aufgrund der einfachen Handhabung kann nach Ansicht von Schulz eine hohe Beteiligungsrate bis 15 Prozent erzielt werden. Der Unternehmer verweist auch darauf, dass durch die kontinuierlich gewonnenen Daten die Kundenzufriedenheit im Zeitverlauf genau dargestellt und lückenlos fortgeschrieben werden kann. Das System lasse sich in jede Umgebung integrieren, denn es verfüge über ein autarkes System der Datenübermittlung zur Seficon-Zentrale und benötige nur eine Steckdose.

„Mit dem Report geben wir unseren Kunden ein Frühwarnsystem zur Trenderkennung an die Hand“, erklärt Sebastian Schulz. Filialen und Arbeitsschichten könnten miteinander verglichen werden. Top- und Low-Performer würden erkannt, ebenso die Notwendigkeit weiterführender Maßnahmen, etwa in Form von Detail-Befragungen der Kunden. Wer das System anwende, zeige außerdem, dass er die Kundenmeinung wertschätze. Das erhöhe nachweislich die Kundenloyalität sowie die Weiterempfehlungsrate.

www.seficon.de
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