Ranking

Die großen Marktforscher dominieren den Gesamtmarkt

20.02.2013.  Mit 2,058 Milliarden Euro teilen die zehn größten deutschen Marktforscher gut 82 Prozent des Branchenumsatzes unter sich auf. Damit ist der Einfluss der großen Institute in den vergangenen Jahren immer stärker geworden. Das belegt ein Ranking des Marktforschungsinformationsdienstes Context.

An der Spitze des Rankings findet sich unangefochten die GfK-Gruppe aus Nürnberg. Mit einem Umsatz von 1.500 Millionen Euro ist sie nahezu konkurrenzlos in Deutschland. Von 2011 auf 2012 konnte die Gruppe ihren Umsatz um weitere zwölf Prozent steigern. TNS Infratest konnte ebenfalls wie in den Vorjahren mit einem Umsatz von 225 Millionen Euro Platz zwei verteidigen.

Auf Nielsen auf Platz drei und Ipsos auf Platz vier folgt wie schon i Vorjahresranking Maritz Reserach. Platz sechs birgt die erste Veränderung im Ranking. 2011 belegt Synovate den Platz und wurde noch eigenständig aufgeführt. Inzwischen werden die Umsätze nach der Verschmelzung der Ipsos Gruppe zugerechnet, die somit ihren Umsatz um 58 Prozent steigern konnte.

2012 belegt die Psyma Group Platz sechs und ist damit im Laufe des vergangenen Jahres um einen Platz aufgestiegen. Ebenfalls um einen Platz nach oben ging es für die Kleffmann Group, die nun den siebten Platz einnimmt.

Rang acht geht an die Gesellschaft für Innovative Marktforschung GIM, kommend von Platz zehn in 2011. Icon Added Value konnte seinen neunten Platz verteidigen und die LDB Gruppe stiegt von Platz 14 auf Platz zehn auf. Alle in der Top-Ten gelisteten Institute konnten 2012 ihren Umsatz mindestens halten, größtenteils steigern.

Insgesamt haben die zehn umsatzstärksten deutschen Institute laut Context-Redaktion 2012 einen gemeinsamen Umsatz von 2,058 Euro erwirtschaftet. Damit liegt ihr Anteil am Gesamtumsatz der Branche bei 82,3 Prozent. Der Blick auf die Vorjahreszahlen verrät: Die Bedeutung der großen Institute wächst immer stärker. 2011 machten die zehn größten noch 81,1 Prozent aus, 2010 waren es 79,9 Prozent.

Die Grafik zeigt die zehn Umsatzstärksten Markforschungsinstitute in Deutschland:


Abbildung: Die zehn umsatzstärksten deutschen Marktforscher. Quelle con text

In der aktuellen Ausgabe von Context wird die Entwicklung der 50 größten Marktforschungsinstitute über die vergangenen acht Jahre gezeigt. 2012 konnten die meisten Institute ihren Umsatz steigern. 62 Prozent der Top-50-Institute erzielten ein Umsatzplus. 14 Prozent verbuchten einen stagnierenden Umsatz, 20 Prozent meldeten sinkende Umsätze.

Die Top-50 hat sich kaum verändert in den vergangenen Jahren. Neu im Ranking sind nach Angaben von Context die Unternehmen ABH Market Research, Skopos und IWD. Das Ranking von Context basiert auf den Selbstauskünften der 133 deutschen Marktforschungsinstitute, sowie auf Umsatzschätzungen der Context-Redaktion.

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