Nachhaltige Mobilität
„ÖkoGlobes“ für Autohersteller und Zulieferer
78 Vorschläge waren in neun Kategorien eingegangen – als Themen dominierten diesmal Elektromobilität und Leichtbau. „Nur wer Positives und Negatives nennt, ist glaubwürdig“, betont der Aktionskünstler und ÖkoGlobe-Gründer HA Schult. „Während die ÖkoGlobes für große Anstrengungen bei Nachhaltigkeits-Innovationen stehen, weist die grüne Zitrone auf falsche Entwicklungen hin“, ergänzt der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer. Die Jury ehrte zudem Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler als Persönlichkeit des Jahres.
Die Preisträger im Einzelnen: BMW ist der erste Autobauer weltweit, der eine Karbon-Karosserie in Serie produziert: Mit seinen im Jahr 2013 in Serie gehenden Fahrzeugen BMW i3 und BMW i8 verbindet der Konzern auf ideale Weise Elektroantrieb mit Leichtbau. Die ÖkoGlobe-Jury ist überzeugt: Mit Karbon, das sich durch extrem hohe Festigkeit und niedriges Gewicht auszeichnet, wird eine neue Ära des Leichtbaus eingeleitet. Zudem sei der Serieneinsatz ein großer Fortschritt für die Autoindustrie. – Opel erhielt bereits vor vier Jahren einen ÖkoGlobe, damals für sein Konzeptfahrzeug Flextreme. Jetzt geht das Modell als Opel Ampera in Serie und leistet so einen wichtigen Beitrag für die Elektromobilität. Dafür gibt es von der Jury die Trophäe für die nachhaltigste Serieninnovation. Die doppelte Auszeichnung zeige, betont Dudenhöffer, wie hoch die Jury die Bedeutung des Range-Extender-Konzepts einschätze. Mit dieser neuen Technologie kann der Ampera, der im November in Deutschland auf den Markt kommt, gut 60 Kilometer rein elektrisch fahren. Geht der Strom der Lithium-Ionen Batterie zu Ende, schaltet sich automatisch ein Benzinmotor ein.
Der französische Autohersteller Peugeot kombiniert in seinem Fahrzeug 3008 HYbrid4 einen Diesel- mit einem Elektromotor. Ein Novum in der Branche. Die Innovationsfreude des Konzern war der Jury einen ÖkoGlobe Wert. – Eine der Auszeichnungen bekam auch Ford für den Transit Connect electric. Mit dem Großserienstart des Fahrzeuges ist Ford der erste große Hersteller, der ein rein elektrisch angetriebenes, leichtes Nutzfahrzeug anbietet. Die ersten Fahrzeuge leisten bereits im Cityverkehr „saubere“ Dienste. – Asien, Südamerika und Ost-Europa bauen in hoher Geschwindigkeit ihre Wirtschaft aus und produzieren damit auch erheblich mehr an klimaschädlichem Kohlendioxid. Deshalb ist es wichtig, die großen Wachstumsregionen der Erde an Umweltinnovationen teilhaben zu lassen. Hier knüpft Daimler mit seinem Engagement beim Bus Rapid Transit an. Das System ist eine intelligente Alternative zum Individualverkehr in Großstädten und erlaubt es, ohne große Infrastrukturinvestitionen den Mobilitätsbedarf in Entwicklungsländern zu decken. Was es zudem nutzerfreundlich und attraktiv macht: Moderne Omnibusse fahren mit hohen Takt- und kurzen Fahrtzeiten feste Routen ab.
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