Marketing-Barometer des DMV

Marketer blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft

21.05.2012.  Der Blick in die aktuellen Geschäftszahlen stimmt Marketer zufrieden. 44 Prozent antworten auf die Frage nach der derzeitigen Geschäftslage ihrer Unternehmen mit gut, weitere 13 Prozent mit sehr gut. Vorsichtiger ist die Einschätzung allerdings mit Blick auf die nächsten sechs Monate. So prognostizieren 42 Prozent die eigene Geschäftsentwicklung in dieser Zeit mit „gleich bleibend“ und immerhin noch 38 Prozent mit „günstiger“. Dem gegenüber steht die Meinung von 55 Prozent, dass die Marketing-Ausgaben der Auftraggeber beziehungsweise des eigenen Unternehmens gleich bleiben und noch 32 Prozent gehen von einer Steigerung aus. Auf Basis dieser Zahlen erreicht der Gesamt-Index des Deutschen Marketing-Barometers, ermittelt vom Deutschen Marketing-Verband, für das erste Quartal 2012 einen Wert von 23.

Insgesamt blicken die Marketer optimistisch auf die Konjunktur. Differenziert nach Auftragnehmern und Auftraggebern zeigt sich, dass die Auftraggeber das Geschäftsklima mit einem Index von 19 zurückhaltender bewerten, während die Auftragnehmer mit einem Index von 26 positiver auf die Geschäftsentwicklung schauen. „Die Stimmung in der Branche ist hoffnungsvoll“, wertet Karl Georg Musiol, Präsident des DMV, die Lage. „Gerade jetzt ist es wichtig, die Marketingaktivitäten kontinuierlich auszubauen und so die Unternehmensziele mitzutragen und Chancen zu erkennen. Es muss ein starkes, positives Signal von Auftragnehmern und Auftraggebern gesetzt werden.“

Mit dem Deutschen Marketing-Barometer 2012 wird ab sofort auch eine aktuelle Zusatzfrage gestellt, die sich auf die Thesen der Marketing-Agenda 2012 des DMV beziehen. „Wer den besten Zugang zum Kunden hat, wird langfristig erfolgreich sein“ lautet die erste These, die unter der Fragestellung „Stimmen Sie zu, dass dieses eine der wichtigsten Herausforderungen für das Marketing in der Zukunft sein wird?“ von den Marketing-Experten beantwortet wurde. Es ist nicht überraschend, dass 93 Prozent diese Frage bejahen und auch als „selbstverständlich“ und „war schon immer so“ kommentieren.

Aber es steckt mehr dahinter, als die substanzielle Leistung des Marketings, mit den richtigen Mitteln die passende Zielgruppe anzusprechen. „Ja, Sie müssen immer dort sein, wo Ihre Kunden anzutreffen sind, egal wo. Und Sie müssen dies schneller und besser machen als Ihre Wettbewerber“, sagt Dirk Leibner, Key Account Manager und Programmdirektor E-Postbrief von der Deutschen Post AG. „Das Problem an dieser Herausforderung: Sie müssen alle Kanäle beziehungsweise Zugänge beherrschen, in denen Sie Ihre Kunden antreffen – und dies gleichermaßen und im Einklang. Schließlich gilt es zu eruieren, wann, wie, wie oft und warum sich welcher Kunde in welchem Kanal befindet. Eine Zunahme an Daten und Beherrschung dieser lässt sich nicht verhindern.“ Die Vielfalt der Zugänge zum Kunden bieten aber auch neue Chancen.

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