Marketingstrategie

„Die Küche muss unsichtbar werden“

Thorsten Prée
Thorsten Prée
30.04.2012.  Energieeffizienz spielt bei innovativen Ideen für Topküchen eine wichtige Rolle. Das wurde bei der Küchenmesse „Eurocucina“ im April in Mailand nur allzu deutlich. Welch „möblige“ Sprache die Warendorfer Küchen GmbH – vormals „Miele Die Küche“ – spricht, erklärt Geschäftsführer Thorsten Prée.

Herr Prée, mit der Einführung der Marke Warendorf vor zwei Jahren wollten Sie Ihr Unternehmen unter den Top-3-Marken des Küchenpremiumsegments etablieren. Wie ist der Stand der Dinge?

THORSTEN PRÉE: Mit dem Namenswechsel hat die Marke auch eine neue Positionierung erfahren und konnte seit dem, losgelöst von den Haushaltsgeräten, ein Image im Premiumbereich des Küchensegments aufbauen und sich in diesem Markt etablieren. Das neue Selbstverständnis von Warendorf ist die Herstellung von Küchen für Persönlichkeiten, für Menschen, die Freude am Kochen haben und daraus ein Erlebnis machen: Eben Menschen, die auch in ihrer Küche ihren individuellen Lebensstil entwickeln wollen und sie als Raum für Genuss und Sinnlichkeit verstehen. Warendorf steht für fundiertes Küchen-Know-how mit einem frischen Zeitgeist und neuartigen Ansprüchen an Leben und Wohnen.

Wir können unsere Werte wie Qualität, Wertbeständigkeit und Zuverlässigkeit glaubwürdig vermitteln. Die Marke Warendorf hat sich sehr gut im nationalen wie im internationalen Umfeld etabliert. Nach unseren erfolgreichen Messeauftritten auf der „Living Kitchen“ und „Küchenmeile“ kamen viele Händler auf uns zu, da sie für die Marke Warendorf tätig werden möchten. Wir haben ein durchweg positives Feedback von unseren Kunden sowie Händlerkunden. Unser facettenreiches Designsortiment wird sehr gut angenommen, denn es eröffnet dem Händler auch bei der Ansprache unterschiedlicher Persönlichkeiten den Zugang zu einem vielseitigen Repertoire. Auf der Klaviatur mit den Küchenkollektionen der „Warendorf Inhouse“-, „Starck by Warendorf“- und „Piet Boon kitchens by Warendorf“-Kollektionen kann der Händler sehr gut spielen.

Mithilfe welcher (Werbe-)Maßnahmen soll die Positionierung als Premiummarke noch besser gelingen?

PRÉE: Mit unseren „Warendorf Inhouse“-Kollektionen sowie den nationalen und internationalen Designkooperationen wie der „Starck by Warendorf“-Kollektion und der „Piet Boon kitchens by Warendorf“-Kollektion hat sich die Warendorfer Küchen GmbH in der Design-Premium-Community bereits sehr gut etabliert. Die Marke Warendorf wird national und international wahrgenommen. Die Zusammenarbeit mit weiteren Designern ist die logische Fortsetzung unserer Innovationskraft. Durch die Kooperation mit Piet Boon möchten wir zeigen, dass globales Design möglich ist. Der lokale Look und Stil einer regionalen Atmosphäre soll in Zukunft global erhältlich sein. Dies geht konform mit der Strategie unserer Holding, der AFG Arbonia Forster Holding, deren Ziel es ist, ein Wachstum durch eine stärkere Internationalisierung zu erzielen. In Asien und den Emiraten hat die Warendorfer Küchen GmbH sehr erfolgreich bereits einige Großobjekte mit mehreren hundert Küchen ausgestattet. Dies möchten wir weiter ausbauen.

Die Märkte, die als große Absatzkanäle der deutschen Küchenmöbelindustrie gelten, sind bekanntlich Benelux, F und CH. Von unseren Warendorfküchen verkaufen wir 40 Prozent in den deutschen Markt und 60 Prozent ins europäische Ausland wie Benelux, Frankreich, Spanien, Österreich, Schweiz, Italien, Griechenland und Portugal. Mit der neuen „Starck by Warendorf“-Kollektion haben wir auch Anfragen und Bestellungen zum Beispiel aus Khatar und asiatischen Ländern erhalten und bereits erfolgreich Projekte in diesen Ländern umsetzen können. Wir haben in den Jahren 2010 und 2011 sehr gute Projekte in den Emiraten, in China und Singapur realisiert.

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