01.12.2011

Konsumverhalten

241 Euro Weihnachtsbudget pro Verbraucher

Rund 92 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 65 Jahren planen, in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Ihr Budget liegt im Durchschnitt bei 241 Euro und fällt damit nur vier Euro geringer aus als im Vorjahr. Und deutlich häufiger als im Jahr 2010 wollen sie im Internet bestellen. Die Renner unter den Präsenten sind Bücher, Kleidung und Spielwaren. Zunehmen werden aber die Bargeldgeschenke. Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) beziffert auch das Umsatzvolumen des Handels: Es liegt mit 13,7 Milliarden Euro nur zwei Prozent unter dem des vergangenen Jahres.

Für die Studie befragte die GfK rund 3 500 deutsche Verbraucher. Das Weihnachtsbudget zeigt den Ergebnissen zufolge deutliche Unterschiede je nach Alter und Einkommen. Während junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren durchschnittlich 121 Euro für Geschenke einplanen, steigt die Summe mit zunehmendem Alter bis auf 303 Euro bei den 55- bis 64-Jährigen. Speziell diese Altersgruppe will im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten sparen und durchschnittlich 30 Euro weniger ausgeben. Menschen mit einem Haushaltseinkommen unter 1 500 Euro beabsichtigen, im Schnitt 155 Euro in Geschenke zu investieren und damit sogar neun Euro mehr als im vergangenen Jahr. Bei den Einkommensklassen über 3 500 Euro sinkt das geplante Budget hingegen von 366 auf 344 Euro. Unterschiede zeigen sich auch zwischen Ost- und Westdeutschland. Während in den alten Bundesländern im Schnitt 247 Euro ausgegeben werden sollen, liegt der Betrag in den neuen Bundesländern bei 219 Euro.

Auch in diesem Jahr werden am häufigsten Bücher verschenkt. Rund 37 Prozent der Deutschen entscheiden sich für diese Geschenkkategorie, das sind drei Prozentpunkte weniger als im vergangenen Jahr. Durchschnittlich werden sie dafür 37 Euro und damit einen Euro weniger ausgeben. Laut Berechnungen der GfK entspricht dies einem Umsatzvolumen von 954 Millionen Euro. Den zweiten Rang belegen Kleidung und Accessoires. Bei etwas mehr als einem Drittel (35 Prozent) der Deutschen stehen sie auf der Einkaufsliste. Der Handel kann hier mit einem Volumen von rund 1,64 Milliarden Euro rechnen. Das sind etwa zehn Millionen Euro weniger als im letzen Jahr, da im Durchschnitt 69 Euro statt 77 Euro (im Jahr 2010) eingeplant werden. Auf dem dritten Platz liegen knapp dahinter die Spielwaren, die von 34 Prozent der Deutschen verschenkt werden. Die 25- bis 34-Jährigen sind hier die größte Käufergruppe. Die durchschnittlichen Ausgaben belaufen sich dabei auf 74 Euro nach 70 Euro im vergangenen Jahr. Das bedeutet ein Umsatzpotenzial von rund 1,76 Milliarden Euro (plus 20 Millionen Euro). Auch Lebensmittel und Getränke werden gerne verschenkt und schaffen es auf den vierten Platz. Etwas mehr als ein Viertel der Bevölkerung plant Käufe für durchschnittlich 35 Euro. Dies entspricht einem Umsatz von rund 631 Millionen Euro. Hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Ost und West: Während in den westlichen Bundesländern 23 Prozent der Menschen Lebensmittel und Getränke verschenken möchten, sind es in den östlichen Bundesländern rund 37 Prozent.

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