10.05.2012
Meissen arbeitet am Image als führende Luxusmarke
Wie saniert man ein Unternehmen, dessen wichtigstes – und zugleich teuerstes – Kapital in Wissen, Handwerkskunst und traditionellen Verfahren steckt? Dr. Christian Kurtzke, Vorsitzender der Geschäftsführung der staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen, stand genau vor dieser Aufgabe. Statt auf „Gesundschrumpfen“ setzte er auf eine selbstbewusste Dachmarkenstrategie, schreibt die Marketingzeitschrift absatzwirtschaft in ihrer neuen Ausgabe. „Meissen hat ein bestimmtes Fixkostenniveau, das es braucht, um zu leben“, so Kurtzke. „Um es substanziell zu senken, müsste ich das Bergwerk, die eigene Farb- und die eigene Masseherstellung schließen. Ich müsste anfangen, die Tradition zu beerdigen. Aber unsere Alchimisten, unsere Arkanisten: Das ist unser Know-how, unsere Innovationskraft, Flexibilität. Um dies zu halten, müssen wir wachsen. Kein Kahlschlag.“
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