GfK-Analyse

Weihnachtsbudgets steigen in allen Einkommensklassen

28.11.2012.  Im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft kann der Handel mit einem Umsatzvolumen von 14,9 Milliarden Euro rechnen. Denn rund 91 Prozent der Deutschen planen, zum bevorstehenden Fest Geschenke zu kaufen. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Person sind mit 285 Euro veranschlagt, das sind neun Prozent (24 Euro) mehr als im Vorjahr. Das Internet gewinnt als Bestellplattform vor allem in den Bereichen Foto, Software, Haushaltsgeräte und Sportartikel an Bedeutung.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragte knapp 4 000 Verbraucher zu ihren Plänen rund ums Schenken. Auch das zu Weihnachten verschenkte Bargeld dürfte den Konsumforschern zufolge nach dem Fest zu einem Großteil in die Kassen der Händler fließen. Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von etwa 3,4 Milliarden Euro umfassen – ein Plus von 6,3 Prozent. Das Weihnachtsbudget zeigt erwartungsgemäß deutliche Unterschiede je nach Alter und Einkommen. Während junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren durchschnittlich 136 Euro für Geschenke einplanen, steigt die Summe mit zunehmendem Alter bis auf 349 Euro bei den über 55-Jährigen.

Über alle Einkommensstufen hinweg wollen die Deutschen in diesem Jahr mehr Geld für Geschenke ausgeben. Den stärksten Anstieg verzeichnen die Verbraucher mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.500 Euro. Sie beabsichtigen, im Schnitt 197 Euro in Geschenke zu investieren. Das sind 35 Euro mehr als im letzten Jahr. Lediglich die nächste Einkommensklasse bis 2.500 Euro will mit 258 Euro im Durchschnitt nur einen Euro mehr ausgeben. Personen mit einem höheren Einkommen planen, ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke um 29 Euro beziehungsweise 24 Euro zu steigern. Gaben die Ostdeutschen im letzten Jahr noch 20 Euro weniger aus als die Westdeutschen, wollen sie in diesem Jahr mit durchschnittlich 286 Euro sogar zwei Euro mehr in Geschenke investieren.

Bücher, Spielwaren und Kleidung liegen vorn


Erneut werden am häufigsten Bücher unter den Weihnachtsbäumen liegen. Rund 44 Prozent der Deutschen möchten zum Fest Lesestoff verschenken, sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Ausgaben liegen durchschnittlich bei 41 Euro, zwei Euro höher als 2011. Laut Berechnungen der GfK entspricht dies einem Umsatzvolumen von 1,14 Millionen Euro. Auf dem zweiten Platz liegen Spielwaren, die von 36 Prozent der Deutschen verschenkt werden. Vor allem die 25- bis 34-Jährigen treffen diese Wahl. Die durchschnittlichen Ausgaben belaufen sich dabei auf 77 Euro (plus zwei Euro). Das bedeutet ein Umsatzpotenzial von rund 1,75 Milliarden Euro.

Den dritten Rang der meist gekauften Geschenke belegen Kleidung und Accessoires. Bei einem Drittel der Deutschen stehen sie auf der Einkaufsliste. Der Handel kann hier mit einem Volumen von rund 1,95 Milliarden Euro rechnen. Das sind etwa 220 Millionen Euro mehr als im letzen Jahr. Im Durchschnitt werden 92 Euro für Kleidung und Accessoires eingeplant . Im vergangenen Jahr waren es 75 Euro. Die Warengruppe Kosmetikartikel und Parfum schafft es auf den vierten Rang. Über ein Viertel (27 Prozent) der Deutschen planen hierfür durchschnittlich 50 Euro in ihrem Weihnachtsbudget ein. Damit steigt die Zahl der Käufer um sechs Prozentpunkte, die Ausgaben um vier Euro. Dies entspricht einem Umsatz von rund 928 Millionen Euro.

Jüngere verschenken gerne Lebensmittel, Ältere eher Bargeld


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