Vertriebskanal TV
Aus dem Teleshopping-Anbieter wird der Multimedia-Versandhändler
Die in Deutschland aktiven Teleshopping-Sender präsentieren sich laut Studie als moderne Multi-Channel-Anbieter. Zwar bleibe der Fernseher weiterhin das wichtigste Teleshopping-Medium, aber Internet, soziale Netzwerke, Hybrid-TV oder mobile Apps würden als Vertriebswege und Kommunikationskanäle immer wichtiger: Bereits 16 Prozent der Teleshopping-Umsätze seien im Jahr 2010 über das Internet generiert worden. Bis 2016 werde sich dieser Anteil nahezu verdoppeln. Neue mobile Absatzkanäle wie Smartphones und Tablets eröffneten weitere Chancen. Der Umsatzanteil wachse hier bis 2016 auf rund sechs Prozent. Durch die immer stärkere Verbreitung von Hybrid-TV-Geräten werde die Bestellung direkt über die TV-Fernbedienung, den sogenannten „Red-Button“, zunehmend genutzt. Dies könne sich zu einem echten Wettbewerbsvorteil des Teleshopping in der Versandhandelsbranche entwickeln.
Laut Goldmedia-Befragung unter 500 Nutzern dieses Vertriebskanals ist der durchschnittliche Teleshopping-Kunde in Deutschland heute 52 Jahre alt, zu rund zwei Dritteln (71 Prozent) sind es weibliche Kunden. Teleshopping-Käufer werden auf Produkte traditionell über das Fernsehprogramm der Sender aufmerksam (88 Prozent der Befragten) und nutzen für den Produktkauf nach wie vor am liebsten das Telefon (89 Prozent). Der Anwendung neuer Plattformen gegenüber sind die Kunden jedoch sehr aufgeschlossen: 76 Prozent der Befragten nutzen zumindest gelegentlich das Internet, 65 Prozent haben allgemein schon einmal Waren online bestellt und 26 Prozent haben das Internet bereits zum Bestellen von Teleshopping-Produkten genutzt.
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