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Zuschauer sind im öffentlich-rechtlichen Umfeld besserer Stimmung
Mit dem Stichwort „Umfeld“ sind im Rahmen der Studie insbesondere die folgenden Faktoren angesprochen: der Sender, die Qualität des Programmumfeldes und die Aufnahmesituation des Zuschauers. Um herauszufinden, ob und wie sich die öffentlich-rechtlichen Sender SF 1 und SF zwei des Schweizer Fernsehens und die privaten Programmanbieter RTL und SAT.1 in Sachen Kontext unterscheiden, wurden mehr als 2 800 Schweizer Konsumenten zwischen 15 und 59 Jahren online befragt. Die öffentlich-rechtlichen Sender besitzen in der Bevölkerung ein eindeutiges und positives Profil, wie die Studienautoren Clemens Koob, Florian Becker und Kerstin Bolliger betonen.
In der direkten Abfrage bescheinigten die Konsumenten den Öffentlich-rechtlichen sehr gute Werte in den verschiedenen Imagedimensionen. Um anhand von Assoziationsstrukturen im menschlichen Gehirn die intuitive und emotionale Ebene beurteilen zu können, hatten die Untersuchungsteilnehmer den Sendern unter Zeitdruck Begriffe zuzuordnen. Hier erzielten die Öffentlich-rechtlichen bei Eigenschaften wie „glaubwürdig“, „zuverlässig“, „gut“, „unverwechselbar“ und „attraktiv“ deutlich schnellere und damit stärkere Zustimmung als die Privatsender. Die Imagevorteile der öffentlich-rechtlichen Formate zeigten sich noch deutlicher bei Bewertung unter Einblendung des Senderlogos. Mit Logo werden die Videoausschnitte nochmals von mehr Zuschauern als „wichtig“ (44 vs. 39 Prozent) und „ansprechend“ (60 vs. 53 Prozent) erachtet. Bei den Privaten zeige sich hingegen, dass sich die Darbietung des Senderlogos negativ auf die Bewertung der untersuchten Formate auswirkt.
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