16.12.2011

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Unternehmen wollen stärker in Messen investieren

Trotz wachsender Unsicherheit über die künftige Wirtschaftsentwicklung planen zahlreiche deutsche Aussteller, ihre Messe-Etats für 2012/2013 zu erhöhen. Nach den Ergebnissen des AUMA-Messetrends, einer repräsentativen Befragung deutscher Aussteller durch TNS Emnid, wollen 30 Prozent der ausstellenden Unternehmen mehr Geld für Messen ausgeben, 55 Prozent gleich viel und nur 15 Prozent weniger. Wie Hans-Joachim Boekstegers, der Vorsitzende des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses (AUMA) der Deutschen Wirtschaft, betont, lässt sich die Realwirtschaft in ihrer Marketingplanung offensichtlich noch nicht von Finanz- und Währungsproblemen irritieren.

Die insgesamt noch gute Investitionsgüterkonjunktur sowie der recht stabile private Konsum veranlassen die Aussteller offensichtlich zu einem durchaus optimistischen Blick in die nähere Zukunft. Bemerkenswert ist dem AUMA zufolge, dass gerade größere Firmen und solche mit vielen Beteiligungen weiterhin stark in Messen investieren wollen: Von den Ausstellern mit über 50 Millionen Euro Umsatz wollen 38 Prozent ihre Messeetats erhöhen, von den kleineren Ausstellern nur 27 Prozent. Von den Ausstellern mit über elf Beteiligungen in zwei Jahren wollen immerhin 29 Prozent ihre Etats weiter erhöhen und 55 Prozent konstant halten. Dies seien, erklärt Boekstegers, deutliche Zeichen für die unverminderte Attraktivität von Messen, gerade bei Firmen, die viel Erfahrung mit dem Medium haben.

Wer sein Messebudget erhöht, will auch in die Attraktivität und Qualität seines Messestandes investieren: 42 Prozent der Firmen mit wachsendem Etat wollen ihre Stände vergrößern, ebenfalls 42 Prozent mehr in den Standbau investieren und immerhin 21 Prozent planen höhere Ausgaben für das Standpersonal. Wer an den Messekosten sparen will, spart kaum an der Qualität der einzelnen Beteiligungen. Vielmehr werden Beteiligungen auf den Prüfstand gestellt. So wollen rund zwei Drittel der Firmen mit Kürzungsplänen einzelne Beteiligungen streichen. Die Zahl der Inlandsbeteiligungen deutscher Aussteller wird in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich leicht zurückgehen. Geplant sind im Zeitraum 2012/2013 durchschnittlich 5,2 Beteiligungen (2010/2011: 5,3). Boekstegers: „Gerade Inlandsmessen werden von den deutschen Ausstellern hoch geschätzt, aber viele Firmen sind schon auf allen relevanten Messen vertreten und das Potenzial an neuen Ausstellern ist begrenzt. Und natürlich verschwinden auch immer wieder Firmen vom Markt.“

Der Anteil der Messen am Marketingbudget ausstellender Unternehmen liegt seit Jahren stabil bei rund 40 Prozent. Bei größeren Firmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz in den letzten Jahren ist er jedoch deutlich gestiegen. Der Anteil liegt für 2012 bei 39 Prozent; vor fünf Jahren waren dies erst 31 Prozent. Die früher relativ großen Unterschiede zwischen größeren und kleineren Firmen beim Messe-Anteil am Marketingbudget werden geringer. Die Planungen für Auslandsmessebeteiligungen deutscher Aussteller sind für die nächsten beiden Jahre relativ stabil. Rund drei Viertel der Unternehmen planen gleich viele Beteiligungen wie in den letzten beiden Jahren, zehn Prozent mehr und 16 Prozent weniger Beteiligungen. Geplant sind für den Zeitraum 2012 bis 2013 außerhalb Deutschlands durchschnittlich drei Beteiligungen (2010/2011: 3,2 Beteiligungen.

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