Mediennutzung
Sportübertragung löst Multiscreening-Verhalten aus
In der Octagon-Untersuchung konnte ein sogenanntes „Multiscreening“-Verhalten bei knapp 71 Prozent aller Sport-Zuschauer im Alter von 17 bis 59 Jahren beobachtet werden. 63 Prozent nutzten während der TV-Übertragung ihren Computer, 49 Prozent beschäftigten sich mit ihrem Handy, wobei hier der Anteil bei den Frauen (57 Prozent) deutlich höher sei als bei den Männern (42 Prozent). Obwohl während des Spiels 30 Prozent der Studienteilnehmer zu anderen Themen im Internet gesurft hätten, bleibe das Spielgeschehen ein wichtiges Thema in der Kommunikation der Nutzer: Fast jeder fünfte Nutzer kommuniziere über soziale Netzwerke und suche weitergehende Informationen im Internet. 15 Prozent hätten während der Übertragung per Handy mit Freunden über das Spiel diskutiert. Lediglich 30 Prozent der Zuschauer hätten ihre Aufmerksamkeit allein dem Sportgeschehen gewidmet.
Die Studie wurde zeitgleich mit insgesamt 2 837 Befragten in Russland, Frankreich und Großbritannien durchgeführt. Sie zeigt weiter, dass das „Multiscreening“ auch in anderen Märkten ähnliche Ausmaße annimmt. Besonders stark ausgeprägt sei der mehrgleisige Medienkonsum in Russland. Hier konzentrierten sich nur 20 Prozent der Befragten ausschließlich auf die TV-Übertragung. Auch die Kommunikation über verschiedene Kanäle rund um das Spiel sei deutlich intensiver. Alexander Hermesdorf, Group Director bei Octagon in Deutschland, erklärt: „Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass Marken zusätzlich zu traditionellen Kanälen ohne Scheu mit den Fans auch online direkt kommunizieren sollten.“ Auch während einer TV-Übertragung könnten über virtuelle Angebote direkte Mehrwerte für den Fan geschaffen werden, die sich dann positiv auf die Markenwerte auswirkten. Und wer clevere Ansätze wähle, werde am Ende auch erfolgreich sein.
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