Neuer ICC Marketing-Kodex liegt auf Deutsch vor
01.02.
Der neue Kodex zur Werbe- und Marketingkommunikation der Internationalen Handelskammer (ICC) bietet Unternehmen Leitlinien für eine verantwortliche Werbepraxis. Die aktualisierte Fassung liegt nun auf Deutsch vor und berücksichtigt neue Entwicklungen wie etwa „Online Targeting“ oder „Green Marketing“. Die letzte Revision des Kodex fand 2006 statt. Er ist seit seiner ersten Veröffentlichung vor rund 75 Jahren weltweit Referenztext für viele nationale Regelwerke der Werbewirtschaft sowie für internationale Regierungsorganisationen. Von Unternehmen kann er als Grundlage für eigene Verhaltensrichtlinien genutzt werden. mehr
DDV begrüßt Entscheidung der EU-Kommission zum Datenschutz
31.01.
Der offizielle Entwurf für eine Allgemeine Europäische Datenschutzverordnung wurde in der vergangenen Woche von der Europäischen Kommission verabschiedet. Der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) begrüßt ausdrücklich, dass eine Reihe der geplanten Restriktionen deutlich entschärft wurden. Insbesondere das ursprünglich vorgesehene Verbot für Dialogmarketing ohne Einwilligung wurde gestrichen. Somit gelte weiterhin das bewährte Widerspruchsrecht. „Diese Entscheidung zeigt, dass unsere Argumente gegen das Verbot nicht nur verstanden, sondern auch angenommen wurden“, sagt Dieter Weng, Präsident des DDV und des europäischen Dachverbands FEDMA. mehr
Wem nützt der Handel mit den Werbeplätzen?
30.01.
Trading ist derzeit ein Reizthema. Das Wort bezeichnet den An- und Verkauf von Werbeplätzen durch Mediaagenturen. Viele Facetten der Zusammenarbeit zwischen Werbungtreibenden und Agenturen werden hierdurch berührt. Insbesondere die Rolle der Mediaagenturen sowie deren Geschäftsmodelle würden sich damit ändern. Folglich sind Missverständnisse und Konflikte programmiert. Schon sprechen erste Experten davon, dass Trading sogar eine Form von Kickbacks darstellt – ein anderes Reizthema, das viel Unmut in der Branche erzeugt hatte. Gerade diese nicht ganz einfache Faktenlage hat dazu geführt, dass einige das Thema Trading auch schon wieder relativieren. Aber warum ist der Handel mit Werbeplätzen überhaupt aufgekommen? Wir liefern die Bestandsaufnahme. mehr
Diese Medien liest Davos
27.01.
Die aktuelle Print-MA bestätigt eine konstant hohe Nutzung von gedruckten Medien. Die wichtigste Botschaft fällt allerdings erst bei näherem Hinsehen und spezieller Auswertung auf: Wirtschaftsblätter und überregionale Zeitungen sind Medien für die Elite, die sich in Teilen in diesen Tagen in Davos zum Weltwirtschaftsgipfel trifft. Sie erzielen hinsichtlich Einkommen und Bildungsgrad ihrer Leser die mit Abstand besten Werte. Die aktuelle Print-MA liefert dafür sachdienliche Hinweise, denn gemessen am „durchschnittlichen eigenen Nettoeinkommen“ der Leser führen Business-Blätter und überregionale Zeitungen die Rangliste an. Vorneweg „Manager Magazin“, „Handelsblatt“, „Wirtschaftswoche“, „Capital“ und „Financial Times Deutschland“. mehr
ARD erklärt Funktionsweise von Marken wie H&M, McDonald´s und Lidl
23.01.
Das Fernsehen nimmt zur besten Sendezeit McDonald’s & Co unter die Lupe. Und fünf bis sechs Millionen Menschen schauen zu. Für ein Wirtschaftsthema im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – und das zur Primetime – ist das überragende Reichweite. Die Volkshochschule in bewegten Bildern hat jenseits aller Quotenbetrachtungen und Geschmacksdiskussionen echte Stärken. Sie bringt nicht nur Otto Normalverbraucher das Marketing-Einmaleins nahe, sondern auch Unternehmer und Manager können etwas lernen, wenn sie gut aufpassen. „An welche Marke denken Sie bei Fast Food?“ werden Passanten gefragt. Was sie vor laufender Fernsehkamera ins Mikrofon antworten, überrascht nicht: Am häufigsten genannt wird McDonald’s. So findet die ARD also in einer Straßenumfrage heraus, wenn auch ohne den Anspruch auf repräsentativen Charakter, dass „Mäckes“ in den Köpfen der Deutschen als führende Schnellfutter-Filiale ungefähr so präsent ist wie Tempo, wenn man sich nach Papiertaschentüchern erkundigt. mehr
Neukundengewinnung wird durch EU-Datenschutzrichtlinie nahezu unmöglich
19.01.
Der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) sondiert die ersten Äußerungen von Politikern und Datenschutzexperten zur Revision der EU-Datenschutzrichtlinie und ergänzt sie durch eigene Kritikpunkte. Die derzeit geltende Richtlinie soll den Plänen von EU-Justizkommissarin Viviane Reding zufolge durch eine Allgemeine Europäische Datenschutzverordnung abgelöst werden. Damit würden die neuen Regelungen unmittelbar geltendes nationales Recht. Der Fortbestand der 2009 unter anderem vom DDV erkämpften marketingrelevanten Ausnahmen im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) wäre hinfällig – ebenso wie das gesamte BDSG. mehr
Werbemarkt schließt 2011 mit solidem Plus ab
18.01.
Den deutschen Bruttowerbedruck in den Above-the-line-Medien im Jahr 2011 beziffert das Marktforschungsunternehmen Nielsen mit 25,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Volumen des Werbemarktes damit um 3,5 Prozent. „Obwohl der Gesamtwerbedruck einen Zuwachs verzeichnete, hat sich das Wachstum im Laufe des Jahres zunehmend verringert“, resümiert Nielsen-Geschäftsführer Ludger Wibbelt. Das Plus im ersten Halbjahr 2011 betrug fünf Prozent und im zweiten Halbjahr nur noch 2,1 Prozent. Besonders deutlich wird die schwindende Dynamik bei der Betrachtung einzelner Monate: Im Januar wuchs der Werbemarkt um zehn Prozent, im Dezember nur noch um 2,2 Prozent. Ursache ist den Marktforschern zufolge die weltweit turbulente Wirtschaftslage. mehr
Das Unwort der Kundenkommunikation heißt „zeitnah“
17.01.
Eine Jury aus Sprachwissenschaftlern hat „Döner-Morde“ zum Unwort des Jahres 2011 gewählt. Eine kluge Entscheidung. Aus Marketing-Sicht hätte ein alternativer Begriff das Recht, zum „Unwort der Kundenkommunikation“ gekürt zu werden: „zeitnah“. Wer „zeitnah“ sagt, liefert die verschlüsselte Antwort auf die hintersinnige Frage „wann“. Es gibt Situationen, da will niemand sagen, „wann“ genau etwas passiert. Wann wird der Antrag bearbeitet? Wann wird das Gerät geliefert? „Zeitnah“ ist die scheinbar immer passende Antwort auf derart lästige Fragen. mehr
Fernsehapparat und TV-Programm verlieren an Bedeutung
16.01.
Das Nutzungsverhalten von Fernsehinhalten ändert sich schneller und intensiver als bisher angenommen. Konsumenten nutzen Fernsehinhalte immer öfter fern des traditionellen Fernsehgerätes und des linearen Programmfernsehens. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Unternehmensberatung Accenture. Gleichwohl stieg die durchschnittliche Sehdauer nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGT) im Jahr 2011 auf ein neues Allzeithoch von 225 Minuten pro Tag. Abgesehen davon, dass diese Erhöhung zunächst auf Zuschauer im Alter von 50 bis 64 Jahren zurück zu führen ist , also eine Zielgruppe, die werbefinanzierte private Fernsehveranstalter gerne ausklammern, sagen diese Zahlen vor allem nichts über die Art der Fernsehnutzung. mehr
Wie die BW-Bank mit dem ungewollten Testimonial Wulff umgeht
12.01.
Bundespräsident Christian Wulff wird nicht nur für die CDU zunehmend zur Belastung. Auch die BW-Bank, deren Kunde der Bundespräsident ist, ist in die Bredouille gekommen. Das Staatsoberhaupt sprach im großen Interview mit ARD und ZDF in der letzten Woche davon, dass er zu marktüblichen Konditionen finanziert habe. Viele Kunden wissen es aber besser: der Kredit, den Wulff zunächst abschließen konnte und bei 2,1 Prozent liegen soll, ist auf jeden Fall bemerkenswert. Aber das Institut hat schnell gehandelt und war im Fall Wulff häufig offener als der Bundespräsident selbst. Die BW-Bank ist sich voll bewusst: Der Schaden ist schon groß genug. mehr







