Absatzwirtschaft Nr. 12 vom 25.11.2010 Seite 024
Strategie & Innovation -> News
Die Zukunft der Ostmarken ist in Gefahr
21 Jahre nach dem Mauerfall stehen die verbliebenen Ostmarken erneut an einem Wendepunkt, wie die Studie "So sind wir.
Selbstbild der Ostmarken heute" von MDR-Werbung und dem Unternehmen Empirische Gesellschaftsforschung zeigt.
Das Institut aus Hamburg hat dazu 111 Manager von Ostprodukten befragt.
Dass der Wirtschaft in den neuen Bundesländern ein zweites Markensterben bevorsteht, falls die vielfältigen Herausforderungen für die praktische Markenführung künftig nicht konsequent geprüft und gemeistert würden, befürchtet Niels N. von Haken, Geschäftsführer der MDR-Werbung.
Dies werde zwar nicht das Ausmaß der Nachwendezeit haben, es werde allerdings dennoch erneut schmerzhaft zu spüren sein.
"Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Vergangenheit war ein Retrotrend pro Ostmarken.
Hierbei griffen immer mehr Konsumenten der neuen Bundesländer in den Regalen des Handels wieder zu den guten alten Marken", erklärt Dr.
Christian Duncker vom Institut Empirische Gesellschaftsforschung.
Doch dieser Retrotrend habe seinen Zenit überschritten.
Die demografische Entwicklung in den neuen Bundesländern sei außerdem weiter rückläufig, sodass der Anteil der konsumrelevanten Bevölkerung immer mehr zurückgehe.
Nur 17 Prozent der ehemaligen DDR-Marken hätten die Wende bis heute überlebt.
Damit sie auch in Zukunft erfolgreich am Markt agieren, sei ein massiver Ausbau der Werbepräsenz nötig.
Der Faktor "Qualität" sei für die befragten Manager der Ostmarken zwar mit 100 Prozent immer noch der wichtigste Erfolgsfaktor.
Mit einem Zuwachs von 32,8 Prozent auf 80,9 Prozent stehe die "hohe Werbepräsenz" aber bereits auf Platz zwei.
Um die Werbepräsenz zu erhöhen, müssten die erfahrungsgemäß knappen Werbebudgets in der Praxis künftig optimal ausgeschöpft werden, ist von Haken überzeugt.
Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass insbesondere die Erfolgspotenziale der Werbeträger Radio und TV noch nicht ausgeschöpft werden.
Zwar würden nahezu alle Markenanbieter aus den neuen Bundesländern (97,5 Prozent) auch eine eigene Homepage betreiben, doch erachteten sie lediglich 38 Prozent als erfolgreich.
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Kontakt: Projektleitung Peggy H.
Swora; peggy.swora@mdr.de
| Descriptoren: | Studie Markenpolitik Werbung und Marketing
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| Land: | Ost-Deutschland C4EUGE
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| Länderfacette: | Werbung und Marketing
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| Datum: | 25.11.2010 00:00:00 |
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