Absatzwirtschaft Ausgabe Marken vom 10.03.2010 Seite 104
Marken & Kommunikation -> News
Kommentar: Neue Art der Markenführung annehmen
Noch immer fürchten sich viele Unternehmen davor, dass die expansive Entwicklung der "sozialen Medien" zu einem Kontrollverlust im Markenmanagement führen wird.
In einer Studie des Lehrstuhls für innovatives Markenmanagement (LiM) der Universität Bremen und der Keylens Management Consultants bei 130 Unternehmen schätzen 56 Prozent der befragten Markenmanager den Kontrollverlust als hoch ein.
Hierbei handelt es sich um eine gefährliche Fehleinschätzung.
Auch heute liegt es ausschließlich in der Hand der für eine Marke verantwortlichen Manager, Leistungsversprechen der Marke einzulösen und unethisches Verhalten zu vermeiden.
Kommt es zu einem Fehlverhalten, haben Nachfrager heute durch die Schnelligkeit und Reichweite der sozialen Medien eine dramatisch größere Vergeltungsmacht, um auf Missstände hinzuweisen und die Marke nachhaltig zu schädigen.
Auf keinen Fall darf dies jedoch ein Argument dafür sein, sich als Marke nicht aktiv in sozialen Medien zu engagieren.
Der Vergeltungsmacht und dem gestiegenen Interaktionsbedürfnis der Nachfrager müssen Unternehmen durch eine neue Art der Markenführung begegnen (User Generated Branding).
Hierbei sind die Verbesserung der Reaktionsschnelligkeit und der Interaktionsfähigkeit der Marke von höchster Bedeutung.
Dies erfordert neue Konzepte der Mitarbeiterführung und neue Prozesse in Marketing und Markenführung.
Wenn diese Herausforderungen an die Marke gemeistert werden, sind die sozialen Medien eine riesige Chance für eine bessere Markenführung.
<-
| Descriptoren: | Markenpolitik Werbung und Marketing Studie
|
| Land: | Bundesrepublik Deutschland C4EUGE
|
| Länderfacette: | Werbung und Marketing
|
| Datum: | 10.03.2010 00:00:00 |
Zur Titelliste
Zur Suche