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Content Marketing in Unternehmen: Hoher Anspruch, niedrige Investitionen

Der Effekt von „weichen“ Faktoren wie Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit auf den Teamerfolg ist im Marketing stärker als im Vertrieb. „Harte“ Faktoren wie Durchsetzungsfähigkeit haben im Vertrieb einen stärkeren Effekt. © Fotolia

Welchen Stellenwert messen Unternehmen Content Marketing bei, wie viel Ressourcen stellen sie zur Verfügung, gibt es eine Strategie und wer verantwortet diese? In einer Befragung ist der Web-Dienstleister Namics der Frage nachgegangen, welche Rolle Content Marketing in Unternehmen spielt.

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Was früher als Kundenmagazin bekannt war, erlebt heute als Content Marketing ein digitales Revival auf Websites und Blogs sowie in sozialen Medien und Foren. Das Webdienstleistungs-Unternehmen Namics hat Ende letzten Jahres 59 Unternehmen diverser Branchen und Größen in Deutschland und der Schweiz zur Organisation und selbsteingeschätzten Reife ihres Content Marketings befragt und dabei festgestellt, dass sich der Anspruch nicht immer in der Umsetzung widerspiegelt.

Große Bedeutung – wenig Investitionen 

Obwohl die große Mehrheit der befragten Unternehmen (85 Prozent) Content Marketing betreibt und dieser Kommunikationsform einen hohen Mehrwert beimisst, investieren sie darin unter 20 Stellenprozente und weniger als 10 Prozent des Kommunikationsbudgets. Und obwohl über die Hälfte (53 Prozent) der befragten Unternehmen seit vier Jahren oder länger im Content Marketing aktiv ist, stufen gerade einmal 18 Prozent der Studienteilnehmer ihre eigene Organisation im Umgang mit Content Marketing als ausgereift ein. Nur knapp ein Drittel der befragten Unternehmen hat eine Strategie. Die Gewinnung des Zielgruppeninteresses wird als wichtigstes Content-Marketing-Ziel angegeben – doch nur 37 Prozent der Befragten kommunizieren Themen, die passgenau auf ihre Zielgruppe abgestimmt sind.

Leader fördern kulturelle Integration von Content Marketing

Die Studie deckt auf, dass Content-Marketing-Leader nicht unbedingt länger als die weniger reifen Unternehmen im Content Marketing aktiv sind. Jedoch zeigen sie eine hohe Eigeninitiative und fördern die kulturelle Integration von Content Marketing im Unternehmen mit der Entwicklung einer richtungsweisenden Content Strategie, internen Schulungen und Learning by Doing. Außerdem messen und analysieren sie den Erfolg ihrer Content-Marketing-Aktivitäten und setzen mindestens zwei Personen für Content Marketing ein.

Blogs und Foren nur spärlich gesät 

Die Studienteilnehmer betreiben Content Marketing vor allem auf der Website und via Newsletter. Facebook und Twitter sind die wichtigsten Social-Media-Kanäle für Content-Marketing-Bestrebungen. Corporate Blogs und Foren bleiben die große Ausnahme. Damit vergeben Unternehmen eine wichtige Chance zur Expertenpositionierung, was langfristiges Ziel des Content Marketing sein sollte.

Limitierte Ressourcen: Die größte Herausforderung 

Unzureichende Ressourcen führen die Liste der größten Herausforderungen im Bereich Content Marketing an. Dagegen gehen die befragten Unternehmen mit höheren Investitionen im Jahr 2015 vor: So geben 17 Prozent der Unternehmen an, dass sie im laufenden Jahr 20 bis 40 Prozent des Kommunikationsbudgets für Content Marketing aufwenden – eine Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Fazit: Content Marketing will gelebt werden 

Content Marketing gehört schon fest zum Kommunikationsrepertoire, erfordert jedoch einen gewissen Einsatz für eine wirkliche Hebelwirkung: „Content Marketing braucht eine strategische Ausrichtung, die interne Befähigung der Wissensträger durch Schulungen und Guidelines, eine umfassende Messung und Optimierung, Freude am Learning by Doing und dedizierte Ressourcen“, so Studienleiterin Gergina Hristova. „Unternehmen, die sich im Content Marketing schnell professionalisieren möchten, empfehlen wir, mit Content Guidelines und einer dezidierten Redaktion zu beginnen, den Erfolg kontinuierlich zu messen und mittelfristig eine Content Strategie als Dach über alle Kommunikationsaktivitäten zu erarbeiten“, so Hristova.

Kommunikation

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Kommentare

  1. Content Marketing, ein Bestandteil der Inbound Marketing Methode ist zuallererst eine Kopffrage. Strategie beginnt im Kopf!

    Die erfolgreiche Umsetzung fängt in der Chefetage an. Wenn dort ein ganzheitliches Verständnis der Notwendigkeit der Umsetzung dieser Methode besteht, dann zieht sich das durch die ganze Organisation des Unternehmens.

    Ist das notwendige Verständnis in der Führungsetage vorhanden, dann ist auch das notwendige Budget „vorhanden“.

    Die richtigen strategischen Entscheidungen in der Führungsetage haben einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunft des Unternehmens. Falsche Entscheidungen, rächen sich, vielleicht früher oder später, aber sie rächen sich.

    Content Marketing als Bestandteil einer ganzheitlichen Marketingmethode einfach außer Acht zu lassen, weil vielleicht das Verständnis in der Führungsetage fehlt, ist ein massiver strategische Fehler!

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