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Connected Cars: Die Vernetzung der Welt

„Ein Smartphone auf Rädern“, sagt Vorstandschef Dieter Zetsche über die Mercedes-Studie F015, die er auf der CES in Las Vegas präsentiert hat. © Daimler

Schon jetzt ist interessant, was vernetzte Autos alles können (werden) – selbst zu fahren ist dabei nur die spektakuläre Spitze des Eisbergs. Für Marketer womöglich interessanter sind die Lösungen, die den Autofahrer als Kunden in den Fokus nehmen.

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Dass einmal ein Konzeptauto die Berichterstattung über die CES, die Messe der Unterhaltungselektronik in Las Vegas, dominieren würde, hätte noch vor zwanzig Jahren wohl niemand vorausgesagt. Kaum ein Medium verzichtete auf die Bilder des Boliden mit dem blauen Licht – den F015 von Mercedes. „Ein Smartphone auf Rädern“ nannte es Daimler-Chef Dieter Zetsche bei der Präsentation des Autos, das die letzte Strecke natürlich selbstfahrend zurücklegte.

Noch beeindruckender aber ist die im Innenraum rundum verfügbare Vernetzung mit der Außenwelt – über Bildschirme und Multifunktionsfensterscheiben. Das Konzeptauto zeigte die Zukunft, aber auch real hat die Vernetzung der automobilen Welt bereits begonnen. SAP ist mit dabei.

Parkplatz am Zielort reservieren

Zu den jüngsten Beispielen zählt ein Modellprojekt von Volkswagen, SAP, Shell und regionalen Partnern in Hannover: Mit der „Mobilitätskarte“, einer Smartphone-App, können die seit Sommer 2014 teilnehmenden 50 Fahrerinnen und Fahrer des Projekts die oft lästigen Begleiterscheinungen des Autofahrens schlanker lösen. So ist es möglich, sich schon beim Start Parkplätze am Zielort zu reservieren und die Parkgebühr übers Mobiltelefon abzurechnen.

Auch eine Zapf- oder Ladesäule lässt sich auf diese Weise freihalten, das Benzin zahlt man ebenfalls mit dem Handy. Schon in der Pilotphase können die Aufenthaltszeiten in immerhin zwölf Parkhäusern der Stadt sowie im öffentlichen Parkraum via Haltezeiten-Analyse automatisch abgerechnet werden. Abgelaufene Parkuhren gehören der Vergangenheit an, denn die vorab eingestellte Zeit lässt sich natürlich vom Smartphone aus „weiterdrehen“.

Tankstellen in der Nähe angezeigt bekommen

SAP arbeitet auch mit anderen Automobilherstellern zusammen, um das Thema Connected Car voranzubringen und näher am Kunden zu sein. Beim SAP Automotive Forum 2014 Anfang Juli stellten die Walldorfer zusammen mit Partner Toyota eine Lösung vor, die das Tanken leichter macht: Fällt die Tanknadel unter die Reserve, meldet sich das Auto und empfiehlt Tankstellen, die innerhalb der Rest-Reichweite liegen.

An der Zapfsäule angekommen, lässt sich Getanktes auch per Klick bezahlen, ähnlich wie bei der Mobilitätskarte von VW und Shell. Beide Lösungen denken jeweils natürlich weiter – so sollen sich künftig individuelle Kundennachlässe, eigene oder fremde Gutscheine oder Treuepunkte mit den Verfahren verwalten lassen und damit attraktiv für weitere Partner machen.

Vorstudien fürs Couponing entwickelt

Geeignete Serviceanbieter rund um Auto und Verkehr miteinander zu vernetzen, das stand bereits Mitte 2012 auf der Agenda eines SAP-Projekts mit BMW, bei dem es darum ging, die technologischen Herausforderungen zu identifizieren. Neben Prototypen fürs Parken hat SAP gemeinsam mit der BMW Forschung und Technik GmbH auch Vorstudien fürs Couponing entwickelt: Ein virtueller Marktplatz versammelt die in Frage kommenden Anbieter wie Restaurants oder Tankstellen. Ist das Auto in der Nähe einer Niederlassung, bekommt der Fahrer entsprechende, auf ihn individuell zugeschnittene Angebote übermittelt – etwa eine Tasse Kaffee umsonst bei einmal Volltanken. So zumindest die Grundidee, die in der realen Welt noch einige Hürden nehmen muss.

Standard für fahrzeugnahe Dienstleistungen in der Planung

Denn auch wenn mit dem Praxistest in Hannover der nächste Schritt bereits läuft, so sind zentrale praktische Fragen noch zu klären. Dazu gehört vor allem, sehr unterschiedliche Hard- und Softwarekomponenten miteinander zu verbinden – so gibt es allein unter den Parkhausbetreibern schon diverse Ein- und Auscheck-Systeme.

Heiko Kantimm, Wirtschaftsinformatiker und Leiter „Expert Sustainable Industries“ bei SAP, schwebt daher ein Standard für diese „fahrzeugnahen Dienstleistungen“ vor. Das sei vorteilhaft „gerade auch für kleine Dienstleister, die sich ohne großen Aufwand an dem Marktplatz beteiligen können.“

Spannendes Kauferlebnis

Aber auch abseits eines solchen Standards warten große Herausforderungen. Eine davon ist die Fülle der Daten aus den unterschiedlichen Quellen, die untereinander zu verzahnen sind. Zur technischen Basis der Connected Car-Projekte gehört daher die SAP HANA Cloud Plattform. Sie nutzt die On-Memory-basierte Datenbanktechnologie des Softwarehauses, um Daten und Dienste ebenso schnell wie zuverlässig mit den technologischen Partnern zu koordinieren.

So müssen unter anderem Geodaten – etwa der Parkhäuser in Hannover oder der Tankstellen im Toyota-Projekt sowie natürlich der Autos selbst – ebenso verarbeitet werden können wie die Kommunikation von Nahfeld-Übertragungsdiensten wie Bluetooth LE oder Paymentsystemen oder Gutscheinportalen. Beim Toyota-Projekt zum Beispiel ist Bezahlsystemanbieter VeriFone mit dabei. Vin D’Agostino, Senior Vice President von Commerce Enablement: „Unsere Zusammenarbeit mit SAP und Toyota sorgt für ein spannendes Kauferlebnis, das über die Bezahlung hinausgeht – durch Komfort, Mehrwert und persönliche Interaktion zwischen Händlern und ihren Kunden“.

Zwei Welten wachsen zusammen

Die technischen Lösungen, die SAP vorantreibt, sollen diese Beziehungen zum Vorteil der Autonutzer, aber auch der beteiligten Partner sinnvoll ausloten. Da bereits jetzt intensive Praxistests wie der in Hannover laufen, werden diese Lösungen wohl deutlich früher marktrelevant werden als ein selbstfahrendes Auto. SAP-Mann Kantimm: „So oder so ist klar, dass Mehrwertdienste in ein paar Jahren aus den Autos fast nicht mehr wegzudenken sein werden.“ Auch wenn das autonome Fahren natürlich ungleich spektakulärer ist.

Die eigentliche Weisheit hinter dem Spektakel hat der Daimler-Chef allerdings schon bei der Präsentation auf der CES mitgeliefert. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte er: „Das Entscheidende hier ist, dass zwei Welten zusammenwachsen, das ist die automobile Welt und die Welt des Internets.“ Insbesondere die der kundennahen Dienstleister, sollte ergänzt werden. Da hilft es, wenn Softwarehersteller nicht nur mit Vernetzungstechnologie aufwarten können, sondern auch Instrumente wie „SAP CRM on HANA“ parat halten, mit denen sich die Kundenbeziehungen in dieser datenintensiven Umwelt managen lassen. Auch wenn diese Instrumente keinen Kühlergrill mit blauen Leuchtdioden haben.

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