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CES 2018: Spiegel, die unsere Falten zählen, frisch gerührte Hautcocktails – doch wollen wir das wirklich?

Falten adé! Mit diesen CES-Neuheiten haben wir unsere Furchen endlich im Griff

Die CES zog mit schönheitsoptimierenden High-Tech-Produkten aus der Biomedizintechnik viele Beauty-Junkies in ihren Bann. Insbesondere die Anti-Aging-Industrie konnte mit innovativer Faltenanalyse und daran gekoppelten Bekämpfungsmethoden die Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Ganz nach dem Motto: Eitel geht die Welt zugrunde.

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Ein Kommentar von Sarah Hölting, Redakteurin der absatzwirtschaft

Graben sich die ersten Fältchen in unsere Gesichter, haben wir damit – zumindest in den meisten Fällen – ein Problem. Schließlich leben wir in einer Welt, in der Jugendwahn omnipräsent ist. Instagram und retuschierte Werbung tun da ihr Bestes, uns jeden Tag aufs Neue einzubläuen, wir seien nicht perfekt, nicht allglatt genug. Damit wir unseren Alterungsprozess nun noch besser verfolgen können, gibt es jetzt den Badezimmerspiegel HiMirror. Mit einer Kamera und Alexa ausgestattet ist er fähig, unsere Falten und Unreinheiten genausten zu analysieren und uns darauf basierende Pflege- und Makeup-Tipps zu geben. Es ist sogar möglich, Alexa direkt am Spiegel aufzufordern, die „benötigten“ Produkte zu bestellen – damit wir bloß nicht so furchig und unperfekt bleiben, wie wir da gerade stehen. Auch über die erzielten Fortschritte der Faltenreduktion hält der Spiegel den eitlen Selbstbeobachter auf dem Laufenden. Toll! Einen mit Alexa ausgestatteten Spiegel gibt es auch von Kohler (Verdera Voice Lighted Mirror). Und sogar Amazon selbst ließ gerade am 02. Januar einen smarten Spiegel patentieren, mit dem man Kleidung und Schuhe shoppen kann (hier geht´s zum Patent).

Aufgepasst, jetzt wird Ihre Hautpflege-Routine optimiert!

Neben dem Spiegel, der ja quasi ein Allrounder in Sachen Beauty-Optimierung ist, gab es auf der CES auch andere Unternehmen, die mit Technikprodukten zur Verschönerung punkten wollten. Zum Beispiel die zum Luxuskonglomerat LVMH gehörende französische Kosmetikkette Seophora. Sie hat den Hautscanner Seophora + Pantone IQ entwickelt, der im Geschäft ein Foto von der Haut der Kundinnen macht und darauf basierend Empfehlungen, wie die passende Foundationfarbe gibt. So kommen Frauen schnell an perfekt abgestimmtes Makeup, ohne sich selbst durch die vielen Farbtöne quälen zu müssen. Das spart Zeit und Nerven und ist, wie ich finde, tatsächlich mal eine hilfreiche Erfindung. Allerdings auch keine besonders aufregende und neue Innovation. Einen ähnlichen Hautscanner gibt es auch von Neutrogena.

Mehr Licht bitte

Wer seine Haut kostengünstig zuhause analysieren möchte, kann sich übrigens einen LED-Ring fürs Smartphone von Cambridge Consultants zulegen. Der Ring ist mit Skintuition – der von Cambridge Consultants entwickelten Multispektral-Bildwiedergabe-Plattform – verbunden und erkennt unter anderem versteckte Hautschäden, die durch Sonneneinstrahlung entstanden sind. Der LED-Ring wird einfach um die Front-Kamera des Smartphones geklebt und dient dann zur Kontrolle der Lichtintensität. Das Besondere: der Ring kann die Hautoberfläche in mehr Farben abbilden als die herkömmliche Kamera. So kann das System belichten, was sich unter der Hautoberfläche befindet – wie Blut, Sauerstoffsättigung und Melanin. Das Licht kann auch am Badezimmerspiegel befestigt werden. Bei Hautveränderungen wird der Nutzer dann per Smartphone informiert.

Ebenfalls dem Thema UV-Belastung widmete sich L’Oréal USA und entwickelte ein batterieloses Wearable unter der Marke La-Roche Posay. Das wasserdichte Wearable, UV Sense, ist nicht mal zwei Millimeter dick und wird auf den Daumennagel geklebt, da an dieser Körperstelle das meiste Sonnenlicht aufgenommen wird. Das Wearable wird mit der Smartphone-App synchronisiert, die die Daten über Near Field Communication (NFC) überträgt. Die App misst die UV-Belastung und analysiert außerdem die verbundenen Umweltprobleme wie die Luftverschmutzung. Am Ende werden dann La-Roche Posay-Produkte aus der Anti-Aging-Reihe empfohlen. Der Nachteil ist, dass der Klebstoff alle zwei Wochen ausgetauscht werden muss.

Ein „new chapter in Skincare“ verspricht zudem Romy Paris – das klingt verheißungsvoll! Womit das gehen soll? Mit einem Hautpflege-Mixer, der jeden Morgen einen frischen Cocktail aus besten Pflegestoffen wie dem Trendwirkstoff Hyaluron zubereitet. Immer individuell an den aktuellen Zustand der Haut angepasst. So wird jeder Morgen zu einem echten Mix-Highlight.

© https://romy.paris/en/

Ich weiß nicht, wie es Ihnen bei all diesen Beauty-Neuheiten geht, aber ich freue mich jetzt schon so richtig aufs Älterwerden. Schließlich kann ich mich ja ab jetzt darauf verlassen, dass ich über jede sich abzeichnende Linie in meinem Gesicht per Smartphone oder Alexa gewarnt werde und ein auf mich abgestimmtes Produkt bekomme, das die Ausbreitung meiner Falten verhindert.

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