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Bye Bye Kopfhörerbuchse: So watscht das Web Marketingchef Phil Schiller für den „Mut“ ab

Phil Schiller wird im Netz zerrissen

"Mutig" will der wertvollste Konzern der Welt bei seiner Entscheidung gewesen sein, den Klinkenanschluss zu kassieren. Das Internet filetiert Schiller für diese Einschätzung: Unter dem Hashtag #Courage stellt das Social Web Apples Entscheidung wahren Helden der Zeitgeschichte entgegen – von Anne Frank über Grandhi bis zu Nelson Mandela.

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Mut brauche es, um die Klinke zu killen und stattdessen die Kopfhörer über den Lightning Connector anzuschließen, viel Mut. Das erklärte Apples Marketingchef Phil Schiller allen Ernstes am Mittwoch auf der iPhone 7-Keynote.

Soviel Mut, dass der mit 568 Milliarden Dollar wertvollste Konzern der Welt, der im laufenden Geschäftsjahr etwa 45 Milliarden Dollar netto verdienen dürfte, im nächsten Atemzug noch mal für 179 Euro die drahtlosen Kopfhörer AirPods nachschiebt, mit denen der Musikgenuss ja ohnehin viel besser ausfalle – wer braucht da schon die Klinke? Ein sehr mutiger Schachzug war das, Apple.

Ironie off.

Wenn Apple eines in den letzten Jahren nicht gewesen ist, dann mutig. Ängstlich wie ein scheues Reh hat sich Apple unter Tim Cook fünf Jahre lang hinter dem Erbe von Steve Jobs versteckt, anstatt mit innovativen Produktneuheiten Risiken einzugegen – wirklich kreativ waren nur die Kalifornier nur bei der Steuervermeidung in Europa.

Die Wahrheit über Apples ach so mutigen Entschluss, den Klinkenanschluss zu beerdigen, ist in einem Satz erklärt: Weil der wertvollste Konzern der Welt bei seiner Marktdominanz durchsetzen kann, was er will – nicht weil Apple altruistische Gründe dafür hat.

Arroganzanfall von Marketingchef Phil Schiller

Dass das Internet ein gutes Gespür für den Arroganzanfall von Marketingchef Phil Schiller hatte, der sich über die Bedeutung von Schlüsselworten auf einer Keynote mit seinen 56 Jahren eigentlich im Klaren sein sollte, zeigt das Hashtag #Courage, das auf Twitter schnell zum Trending Topic avancierte.

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