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Business-Intelligence-Lösungen sollen geordnet werden

Immer mehr Unternehmen spüren, wie rasant sich die von ihnen zu beherrschenden Datenmengen vergrößern. Gleichzeitig wächst der Anspruch der Anwender bezüglich der Leistungsfähigkeit und der Flexibilität der eingesetzten Systeme. Das betrifft längst nicht mehr nur Banken, Finanzdienstleister oder Großkonzerne - also die klassischen Anwender von Business-Intelligence-Lösungen, die die Datenmengen sinnvoll zusammenfassen und in geeigneter Form bei Entscheidungsprozessen bereitstellen müssen.

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Aktuell kommen immer mehr mittelständische Unternehmen hinzu, die ihre Daten und die daraus ableitbaren Informationen als Kapital erkennen und diese entsprechend nutzen möchten. Dem entgegen mangelt es in der Praxis vielmals an ganzheitlichen Methoden und Softwarewerkzeugen, die die Komplexität bestehender Business-Intelligence-Systeme beherrschbar machen und die Migration bestehender Systeme sowie die Erstellung neuer Datenbanklösungen unterstützen. Hierzu zählt auch eine vollständige und aktuelle Dokumentation.

Hier setzt die Nachwuchsforschergruppe an der Professur Systementwicklung und Anwendungssysteme der TU Chemnitz an. In dem durch den Freistaat Sachsen und den Europäischen Sozialfonds geförderten Projekt „Computer-Aided Data Warehouse Engineering“ (kurz: CAWE) wird unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Gluchowski eine umfassende Methodik für die Erstellung und das Management großer Data-Warehouse-Systeme entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei ein vollständig modellgetriebenes, automatisiertes Vorgehen, das es erlaubt, bestehende Business-Intelligence-Lösungen zu analysieren und in einer für Fachanwender verständlichen Art und Weise zu beschreiben. Diese Beschreibungen, zum Beispiel in Form von grafischen Notationen, bilden dann den Ausgangspunkt für Änderungen am System, die anschließend wiederum automatisiert bis in die Implementierungsebene zurückgeschrieben werden können.

„Derzeit werden die Extraktions-, Transformations- und Ladeprozesse innerhalb dieser Systeme analysiert und dokumentiert“, sagt Robert Krawatzeck, Anwendungsentwickler in der Nachwuchsforschergruppe. Hierfür biete der CAWE-Prototyp einen plattformübergreifenden Ansatz. Der manuelle Aufwand bei der Dokumentation wird stark reduziert, was letztendlich enorm Kosten spart. „Erste Testläufe in sächsischen Unternehmen waren bereits erfolgreich. Jetzt sind wir auf der Suche nach weiteren Praxispartnern, die uns durch die Bereitstellung von Fallstudien und Anwendungsszenarien im Bereich der Dokumentation von BI-Systemen unterstützen“, so Krawatzeck.

Die Chemnitzer Nachwuchsforscher stellen ihren aktuellen Prototypen für die Erstellung und Wartung von Business-Intelligence-Lösungen vom 6. bis 10. März 2012 auf der CeBIT in Hannover (Halle 9, Gemeinschaftstand „Forschung für die Zukunft“, Stand A10) vor.

Projekt-Homepage: www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/wi2/cawe/

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