Branchenmesse PSI – Werbeartikelwirtschaft geprägt von uneinheitlicher Marktentwicklung

Strategie Das Fazit der Werbeartikelmesse PSI: Unterschiedlicher und uneinheitlicher könnten die Branchenkonjunktur und Stimmung in der internationalen Werbeartikelwirtschaft kaum sein. Die konjunkturellen Einbrüche in Südeuropa mit empfindlichen Einbußen vor allem in Spanien, Italien und Griechenland strahlen verstärkt auf die gesamteuropäische Werbeartikelwirtschaft ab. Auch der deutschsprachige Markt stagniert. Wachstumsimpulse gehen lediglich punktuell von den USA und dem Mittleren Osten aus.

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Auch wenn die Messe mit 13.772 Besuchern (Vorjahr 16.167) und 963 Ausstellern (993) nicht die Vorjahreszahlen erreichen konnte, unterstrich die PSI ihre Stellung als zentrale Institution der Branche. „In diesem schwierigen Marktumfeld konnte die PSI ihre Rolle als wichtigster europäische Branchen-Treffpunkt und Innovationstreiber unter Beweis stellen”, sagt PSI-Chef Michael Freter zum Abschluss der 51. PSI. Aussteller aus 32 Nationen hatten auf der dreitägigen Messe Trends und Neuheiten der Werbeartikelwirtschaft präsentiert.

„Die Situation der Werbeartikelwirtschaft speziell in Südeuropa ist äußerst schwierig. Wir sprechen hier von Umsatzrückgängen in der Größenordnung von bis zu 50 Prozent”, sagt Hans Poulis, CEO des europäischen Dachverbandes EPPA. Ein Stimmungsbild, das sich im laufenden Messebetrieb bestätigte, wie stellvertretend für viele Unternehmen Jörg Dennig, Geschäftsführender Gesellschafter Jung Bonbonfabrik, feststellt: „Auch diese Branche ist der Spiegel der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in Europa. Daher war auch zu erwarten, dass weniger Laufkundschaft bei uns am Stand war. Quantität ist aber nicht Qualität. Für uns hat die Messe aber wie in jedem Jahr den positiven Effekt, den wir von ihr erwarten.”

Wachsende Zahl von Interkontinentalbesuchern

Zuwächse verzeichnete die diesjährige PSI bei der Zahl der Besucher aus dem Mittleren Osten und den USA. Über elf Prozent der Auslandsbesucher – mehr als jemals zuvor – waren in diesem Jahr Interkontinentalbesucher. Sie sorgten vielfach für einen spürbar frischen Wind, wie beispielsweise Jane Jackson, Vice President Marketing, EMEA/Fruit of the Loom, betont: „Die Qualität dieser Besucher ist exzellent. Wir konnten sehr gute neue Kundenkontakte in den Mittleren Osten und nach Fernost knüpfen – einfach brilliant.”

Als weitgehend stabil erweist sich der deutsche Markt. Insgesamt 3,47 Milliarden Euro (Vorjahr 3,46 Milliarden) gaben Werbetreibende in Deutschland im vergangenen Jahr für Werbeartikel aus. So das Ergebnis des Branchenmonitors, der vom Gesamtverband der Werbeartikelwirtschaft (GWW) jährlich zur PSI vorgestellt wird. Damit rangieren die Ausgaben für Werbeartikel noch vor den Spendings für Radio-Spots oder der Onlinewerbung als dritte Größe im Werbemarkt.

Entsprechend freundlicher, wenn auch nicht entspannt, ist das Bild, das sich beim nationalen PSI-Konjunkturindex ergibt, der repräsentativ und unabhängig von einem Marktforschungsinstitut im Rahmen der Messe erhoben wurde: Hier rechnen im Gegensatz zu den südeuropäischen Anbietern fast 45 Prozent der befragten Werbeartikelhändler aus Deutschland mit einer weiteren Belebung des Marktes, weitere 31 Prozent gehen von einer zumindest gleichbleibenden Marktsituation aus. Nur 13 Prozent erwarten mittelfristig eine Eintrübung des Geschäftsverlaufs. Das wirkte sich positiv auf das Orderverhalten aus, das im Inland deutlich stärker ausgeprägt war als im europäischen Durchschnitt.

Die 52. PSI findet vom 8. bis 10. Januar 2014 in Düsseldorf statt.
www.psi-network.de/

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