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Boykott-Aufruf gegen Thomas Cook, ein Hipster für Bayern und Apple-TV

Diese Woche stressen uns Thomas Cook, Apple enttäuscht unsere Vorfreude und Obama überrascht © dpa 2015

Medienberichte bringen den Reiseveranstalter Thomas Cook in Bedrängnis und sorgen auf Twitter für Boykott-Aufruf. Bayern legt die Lederhosen ab und setzt auf Vollbart. Und Apple scheint sich von seinem Projekt TV zu verabschieden.

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Der Ärger der Woche: Thomas Cook unter Beschuss

Es ist eine traurige Geschichte: Eine britische Familie machte 2006 Urlaub auf der griechischen Insel Korfu. In dem Ferienappartement der vierköpfigen Familie befand sich ein defekter Gasboiler, die austretenden Dämpfen vergifteten die beiden Kinder der Familie. Gereist war die Familie mit dem britischen Ableger des Reisekonzerns Thomas Cook. Medienberichten zufolge erhielt der für das Unglück eine Zahlung von 1,5 Millionen Pfund von der griechischen Betreiberfirma. Die trauernden Eltern erhielten demnach gerade mal 350.000 Pfund. Nun lässt sich der schmerzliche Verlust nicht in Geld beziffern, dennoch stören sich viele an dieser monetären Differenz und kritisieren den Reiseveranstalter. Auf Twitter laufen jetzt viele Nutzer Sturm gegen Thomas Cook und fordern den Boykott. Der hat das Geld zwar mittlerweile an Unicef gespendet, der Kritik tut das allerdings keinen Abbruch. Die ganze Geschichte auf “Handelsblatt Online”.

Das Testimonial der Woche: Hipstern für den Freistaat

Wer Bayern hört, der denkt zuerst an Lederhosen, Weißwürste und Dirndl. Wer indes Bart und Tattoos hört, der denkt an Rockergruppe oder Hafenspelunke. In Zeiten der Hipster aber auch an Berlin-Kreuzberg. Pittoreske Alpenpanoramen würden einem wohl eher nicht in den Sinn kommen. Zumindest bisher. Denn einer der Werbeträger der neuen Tourismuskampagne des Freistaats Bayern sieht genauso aus: Vollbärtig und volltätowiert. Franz Josef Keilhofer heißt der und ist Drechsler und Sänger in einer Punkband. Mit der Kampagne #echteinladend will der Freistaat weg vom Mono-Image des Schuhplattler-Landes. “Welt Online” hat sich die Kampagne und den bärtigen Bayern angeschaut.

Die Idee der Woche: Bestellen per Tweet

Dass bei Twitter nicht nur Revolutionen starten oder Unternehmen in Bedrängnis gebracht werden, sondern der Nachrichtendienst auch unsere Art und Weise Einzukaufen nachhaltig beeinflussen könnte, zeigt eine Meldung aus den USA. Die Pizzakette Domino´s soll ihren Kunden bald die Möglichkeit zur Verfügung stellen, ihre Pizza per Tweet zu ordern, vermeldet das “Handelsblatt“. Einfach Pizza-Symbol tweeten und per Direktnachricht bestätigen. Allerdings muss der Nutzer seine Lieblingspizza im Profil hinterlegt haben. Besser ist das, denn nicht jeder Extrawunsch lässt sich in 140 Zeichen verpacken.

Die Meldung der Woche: Kein Fernseher für Apple-Verrückte

Die Appleianer müssen jetzt sehr stark sein, denn wie das “Wall Street Journal” in dieser Woche verkündete, hat der US-Konzern seine Pläne für den Apple-TV eingestellt. Dabei erinnerte das Prozedere rund um das Produkt an eine Mischung aus “Warten auf Godot” und die Gralsuche. Analysten, Fans und Investoren warteten sehnsüchtig und scheinen nun doch enttäuscht zu werden. Denn weil kein wirklich bahnbrechendes Feature in Sicht zu sein scheint, scheint das Projekt nun wieder in die Schublade zu wandern. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Der Tweet der Woche: „It’s Barack.“

Was für die Generation Walk-Man das Fernsehverbot war, ist für die Kids heute der Entzug des uneingeschränkten Zugangs zum World Wide Web. In dem fremdbestimmten Zeitraum der Abstinenz fühlen sich Teenies von der Außenwelt abgeschnitten, bevormundet und die Welt scheint sich schneller um alle anderen zu drehen. Wie muss sich da erst der mächtigste Mann der Vereinigten Staaten fühlen? Der Präsident nämlich hatte sechs Jahre lang Twitter-Verbot! Zwar gibt es seit 2007 einen Twitter-Account von Barack Obama, gezwitschert wurde aber nicht von ihm, sondern von seinem Wahlkampfteam. Erst jetzt darf Mr. President als @POTUS (President of the United States) in 140 Zeichen langen Nachrichten mit seinen Bürgern, Wählern und dem Rest der Welt in Kontakt treten: „Hallo Twitter! Hier ist Barack. Ehrlich! Sechs Jahre dabei, endlich geben sie mir meinen eigenen Account.“

Auf diese prominente Registrierung haben die Menschen gewartet. Nach nur einer Stunde hat @POTUS 360.000 Follower, nach fünf Stunden knackt er die Millionen-Marke. Selbstverständlich folgt ihm auch das Weiße Haus. In seiner Beschreibung gibt sich Obama geerdet: „Vater, Ehemann und 44. Präsident der Vereinigten Staaten“. Doch Vorsicht: Alle Nachrichten an und über @POTUS werden überwacht, wie „Handelsblatt Online“ berichtet.

Der Spuk der Woche: Grusel-Puppen in Düsseldorf

Normalerweise würde der gemeine Düsseldorfer von sich behaupten, dass ihn so schnell nichts aus den Socken hauen kann. Doch zwei Kinder-Puppen haben jetzt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt für ordentlich Gruselstimmung gesorgt. Am Straßenrand hatten Unbekannte zwei Puppen aufgestellt, die weinenden Kinder ähneln. Die Kaupuzen tief ins Gesicht gezogen, die Ärmel der Jacken verdecken die Augen, kein Elternteil weit und breit. Erst bei näherem Hinsehen fällt auf, dass es keine echten Kinder sind. Aber was steckt dahinter? Eine Kunstinstallation oder eine Aktion gegen rasende Autofahrer? Oder ein ziemlich geschmackloser Scherz? Welche rührende Geschichte wirklich dahinter steckt, hat „Express Düsseldorf“ einige Tage später aufgedeckt.

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