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Boomender Fotodienst: Snapchat zieht es an die Börse

Kann sich der Fotodienst an der Börse behaupten?

Verschwindende Bilder haben dem Fotodienst Snapchat mehr als 100 Millionen Nutzer eingebracht. Nun will Gründer Evan Spiegel mit seinem Unternehmen an die Börse. Warum? Sein wichtigstes Ziel: unabhängig bleiben.

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Gründer Evan Spiegel bereitet den Börsengang des Fotodienstes vor. In den vergangenen Finanzierungsrunden war Snapchat von Investoren nach Medienberichten mit 15 und 19 Milliarden Dollar (13,7 bis 17,5 Mrd Euro) bewertet worden und kommt in seinen Hauptmärkten täglich auf 100 Millionen Nutzer. Solche Bewertungen gelten aber auch als Orientierungshilfen für Börsengänge. Und Snapchat braucht laut Mitgründer und Chef Evan Spiegel den Börsengang, um unabhängig zu bleiben, sagte er bei einer Konferenz des Technologieblogs „Recode“ in der Nacht auf Mittwoch. Obwohl es sehr früh ist um über Werbeeinnahmen nachzudenken, sagte Spiegel auf der Konferenz: „Wir haben einen Plan, wie wir das machen werden.“ Doch er warnte auch davor, dass die Technologie-Branche überbewertet werden könnte, so berichtet die Financial Times.

Eine Absage an Zuckerberg

Snapchat wurde vor drei Jahren als Uni-Projekt von zwei Stanford-Studenten entwickelt. Mit der App können Nutzer Textnachrichten, Fotos und Videos verschicken, die sich nach einem kurzen Zeitraum selbst löschen. Gerade unter Jugendlichen ist die Anwendung beliebt. Die Gründer lehnten mehrere milliardenschwere Übernahmeangebote ab, auch Facebook ließen sie abblitzen. Eine wohl richtige Entscheidung, schließlich könnte der Börsengang das Unternehmen millionenschwer machen. Zudem will Snapchat in Zukunft auch zur Fotoplattform für grosse Events werden. Dazu zeigen in einem speziellen Bereich der App TV-Sender wie CNN und MTV ihre Videos.

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