Suche

Werbeanzeige

BMW ist sauer: Daimler und Volkswagen stellen Kronzeugenantrag um Strafe zu verhindern

BMW ist verärgert über die Anträge von Daimler und Volkswagen, im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie als Kronzeugen zur Aufklärung beizutragen. "Wir waren irritiert", sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Daimler und Volkswagen versuchen so die Strafe gering zu halten. Ein guter Weg?

Werbeanzeige

„Im Rückblick ist es ein komisches Gefühl, dass wir mit den Wettbewerbern über Zusammenarbeit redeten, während deren Juristen die Zusammenkünfte schon angezeigt hatten bei den Wettbewerbsbehörden,“ so BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann.

Austausch über Autos, Kosten u Zulieferer

Daimler wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Bei der EU-Kommission läuft derzeit eine Voruntersuchung zu den Vorwürfen. Mitarbeiter der Brüsseler Behörde haben bereits Durchsuchungen bei BMW durchgeführt. Die Bayern sowie Daimler und VW samt den Töchtern Audi und Porsche sollen sich jahrelang in geheimen Zirkeln über ihre Autos, Kosten und Zulieferer ausgetauscht haben. Wir berichteten schon im Juli darüber. Laut Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen haben sich Autobauer und Ingenieure schon immer über Technologien ausgetauscht: „Die Vermutung eines Kartells ist da, aber noch wurde nichts nachgewiesen. Arbeitskreise sind selbstverständlich in dieser und auch in anderen Branchen.  Normal ist, dass man sich in Arbeitskreisen trifft. Sagt man ‚Hinterzimmer‘ hat man das auf eine andere Ebene gehoben“.

Daimler und Volkswagen hoffen auf Verschonung

Solche Absprachen unter Autobauern sind also durchaus üblich – zum Beispiel, um Standards für die Ladung von Elektroautos abzusprechen. Die Frage ist aber, ob in diesem Fall eine Grenze überschritten wurde. BMW will bestehende Verträge zur Zusammenarbeit mit den Wettbewerbern erfüllen, sieht aber zunächst von neuen Kooperationen ab. Daimler hatte am Freitag den Kronzeugenantrag öffentlich gemacht. Die Schwaben sollen damit Volkswagen zuvorgekommen sein; demnach haben die Niedersachsen ebenfalls einen Antrag eingereicht. Der Kronzeuge in Kartellverfahren darf in der Regel auf den größten Nachlass bei Strafzahlungen bis hin zur kompletten Verschonung hoffen. Noch immer ist allerdings unklar, was an den Vorwürfen überhaupt dran ist.

Mit Material von dpa

Digital

Wie treibt Künstliche Intelligenz den Unternehmenserfolg an?

Künstliche Intelligenz (KI) ist für deutsche Unternehmen längst keine Zukunftsvision mehr. Aber wie kann KI konkret auf Customer Journey,Organisation und Erfolg eines Unternehmens einzahlen? Darüber haben unsere Experten beim Roundtable am 5. Oktober gesprochen. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Channel Opportunity-Management: Wie Sie die Zügel bei Vertriebspartnern straff halten

Warum setzen so viele Unternehmen auf den indirekten Vertrieb? Bei diesem Geschäftsmodell ist…

Binge Watching im Büro: Jeder Dritte schaut während der Arbeit Netflix-Serien

Wenn mal wieder Langweile im Büro herrscht, schafft Netflix offenbar für viele Angestellte…

Die Magie starker Marken: Warum Unternehmen sich für den Marken-Award bewerben sollten

Wie lenken CMOs erfolgreiche Marken? Wie meistern traditionsreiche Marken die Digitalisierung? Beim Marken-Award…

Werbeanzeige

Werbeanzeige