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Best Global Brands: Die Markenmacht des Internets und der verloren gegangene „Wettbewerb um die Brieftasche“

Angestaubt? Die jungen Wilden übernehmen das Ruder

Die Welt der Medien wird immer vielfältiger. So haben wir heute neben Fernsehen, Print, Radio, Kino und Plakat vor allem das Internet. Wie radikal etwa die Digitalisierung die Welt der Marken veränderte, zeigt sich im alljährlichen Ranking der „Best Global Brands“ von Interbrand. Ein Vergleich zwischen dem Jahr 2001 und dem Jahr 2018.

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Auf der einen Seite ist das Internet das erste interaktive Massenmedium. Alle anderen bisherigen Massenmedien waren in der Regel reine Sender-Empfänger-Medien mit wenig oder gar keinen Feedback-Möglichkeiten. Auf der anderen Seite ist das Internet auch das erste Medium, das die Basis für eine Vielzahl an neuen Geschäftsmodellen ist, die immer wieder auch bestehende analoge Geschäftsmodelle in Frage stellen.

Zwei radikale Besonderheiten

Wie radikal etwa das Internet die Welt der Marken veränderte, zeigt sich auch im alljährlichen Ranking der „Best Global Brands“ von Interbrand, das dieses Jahr am 4. Oktober wieder veröffentlicht wurde. Wenn man in das Jahr 2001 zurückblickt, dem ersten Jahr, in dem dieses Ranking veröffentlicht wurde, waren damals die Top 10:

(1) Coca-Cola
(2) Microsoft
(3) IBM
(4) GE
(5) Nokia
(6) Intel
(7) Disney
(8) Ford
(9) McDonald’s
(10) AT&T

Wenn man sich die aktuellen Top 10 ansieht, erkennt man schnell wie radikal das Internet und seine Möglichkeiten die Welt der Top-Marken verändert hat und verändern wird.

(1) Apple
(2) Google
(3) Amazon
(4) Microsoft
(5) Coca-Cola
(6) Samsung
(7) Toyota
(8) Mercedes-Benz
(9) Facebook
(10) McDonald’s

Aber die Digitalisierung verändert nicht nur die Welt der Marken und der Geschäftsmodelle, es bringt auch eine neue Komponente in den Wettbewerb, die bisher nie diese Bedeutung erlangt hatte und hat.

Neue Dimension des Wettbewerbs

In der analogen Welt ging es letztendlich im Wettbewerb vor allem um die „Brieftasche“ der Kunden. Es war ein Wettbewerb um Markt- und Gewinnanteile. Nur mit dem Internet wird es immer mehr auch ein Wettbewerb um eine begrenzte Ressource, nämlich die Ressource Zeit. Jeder Mensch hat am Tag inklusive Schlaf nur 24 Stunden davon. Und laut einer ARD/ZDF-Onlinestudie lag im Jahr 2017 die durchschnittliche tägliche Dauer der Internetnutzung in Deutschland bereits bei 149 Minuten, also bei mehr als zwei Stunden. Die Anzahl der Internetnutzer belief sich dabei auf 62,4 Millionen. Im Vergleich dazu lag die durchschnittliche Dauer im Jahr 2000 bei gerade einmal 17 Minuten. Nur damit steht das Internet nicht nur im direkten Wettbewerb mit möglichen analogen und digitalen Anbietern, es steht immer mehr im Wettbewerb mit sämtlichen Aktivitäten unseres Lebens, egal ob Bummeln durch die Einkaufsstraßen, Sportaktivitäten, Ausflüge tätigen oder einfach nur die Seele baumeln lassen.

Erfolgsfaktor Relevanz

Ging es daher im guten alten analogen „Wettbewerb um die Brieftasche“ vor allem um Differenzierung und Kundennutzen, wird im neuen analogen und digitalen „Wettbewerb um Brieftasche und Zeit“ vor allem der Faktor Relevanz an Bedeutung gewinnen. Genau darin wird vor allem global auch die große Chance von Nischenmarken liegen, die wirklich ganz spezifische Zielgruppen ganz spezifisch ansprechen. So erlaubt das Internet auch eine Spezialisierung von Geschäftsmodellen, die bisher so in der analogen Welt nicht möglich war. Gefährlich könnte diese Entwicklung vor allem für viele Traditionsmarken in der Mitte des Marktes werden, die vor allem auch mit von ihrer starken Präsenz am analogen Point of Sale profitierten und profitieren. Die Zukunft wird es zeigen.

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