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Bekanntheit von Marken aus dem Osten steigt

Im vierten Jahr der West-Ost-Markenstudie sind weiterhin substanzielle Unterschiede in den Einstellungen und Wertewelten der Verbraucher in den neuen und alten Bundesländern nachweisbar. Das wird noch einmal deutlich gestützt durch die Ergebnisse der erstmals abgefragten Ernährungsgewohnheiten und vertiefende Fragen zum Einkaufsverhalten. „Die Unterschiede zwischen Ost und West sind durch die kontinuierlichen Untersuchungen der Markenstudie wissenschaftlich gesichert“, sagt Sören Schiller, Geschäftsführer des IMK Erfurt.

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Für die West-Ost-Markenstudie haben die MDR-Werbung (MDRW) und das Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) 2.000 Menschen in Ost und West nach ihren Einkaufsgewohnheiten, der Bekanntheit von Marken in Ost und West, den Entscheidungskriterien für den Kauf von Produkten sowie erstmals nach den Ernährungsgewohnheiten befragt.

Rotkäppchen die bekannteste Marke

Erfreulich sei für die Marken aus dem Osten, dass bei einigen die Bekanntheit steigt, sich insgesamt das Profil schärft und dieses erstmals auch im Westen sichtbar wird. „Ostdeutsche Verbraucher beschreiben die heimischen Marken als kultiger, sympathischer, glaubwürdiger und ehrlicher. Westmarken sollten handeln und eine differenzierte Werbestrategie für den Osten entwickeln“, sagt Niels N. von Haken, Geschäftsführer der MDR-Werbung.

Fast schon gewohnheitsmäßig ist Rotkäppchen in Ost und West die bekannteste Marke, hat sich also als nationale Marke etabliert. Bei der gestützten Abfrage mit vorgegebenen Markennamen holen erstmals Marken aus dem Osten auf. MDRW-Verkaufschef Reinhard Hild nennt die Gewinnermarken: „Im Heimatmarkt haben unter anderem Wurzener, Nordhäuser Doppelkorn, Lichtenauer und Vita-Cola zugelegt. Im Westen sind es Leckermäulchen, Köstritzer Bier und Nudossi.“

Osten insgesamt aufgeschlossener gegenüber Werbung

Auch im Westen werden den Ostmarken zunehmend die Attribute traditionsbewusst, kultig, sympathisch und ehrlich zugeschrieben. Ein Trend, der seine Nachhaltigkeit aber erst noch unter Beweis stellen muss. Ein weiterer Unterschied der Werbetreibende aufhorchen lassen sollte: „Der Osten ist insgesamt aufgeschlossener gegenüber Werbung und nutzt diese stärker dafür, sich im Vorfeld des Einkaufs zu informieren“, sagt Niels N. von Haken. Für alle, die mit Fast-Moving-Consumer-Goods, also schnelldrehenden Produkten zu tun haben, werde die West-Ost-Markenstudie von Jahr zu Jahr wichtiger.

Unterschiedliche Einkaufsgewohnheiten

Der Einkauf strukturiert sich im Osten ganz anders als im Westen: Zwischen Stralsund und Suhl wird häufiger nur einmal in der Woche eingekauft (34,6 Prozent Ost / 25,6 Prozent West). Dies geschieht vorwiegend im Discounter und im SB-Warenhaus, wobei der gesamte Einkauf hier im Gegensatz zum Westen meist nur in einem Markt erledigt wird. Im Osten wird vorwiegend bei Kaufland (35,6 Prozent) eingekauft, im Westen liegt Aldi in der Gunst der Verbraucher ganz vorne (40 Prozent). Der Donnerstag spielt als zweitstärkster Einkaufstag in den neuen Bundesländern eine deutlich größere Rolle als im Westen (15,4 Prozent Ost / 7,8 Prozent West). Genauso neigen die Verbraucher im Osten eher als im Westen dazu, zu besonderen Anlässen besonders einzukaufen.

Im Osten mehr Kaffee zum Frühstück

Auch am Frühstückstisch geht’s in Ost und West anders zu. Der Osten ist ein Kaffeeland: 77,6 Prozent brühen ihn morgens auf. Tee, Milch, Saft und Wasser kommen hier signifikant seltener als im Westen auf den Tisch. Zum Frühstück im Osten gehören Brötchen und ein gekochtes Ei, im Westen starten die Verbraucher dagegen eher mit dunklem Brot in den Tag.

Für die Kaufentscheidung ziehen Ost und West andere Kriterien heran. Die Entscheidung der Ostdeutschen ist komplexer, das heißt ihrer Kaufentscheidung liegen mehr und differenziertere Kriterien als im Westen zugrunde.

(MDR-Werbung/asc)

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