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Barbie zieht nach Berlin, Obdachlose tragen Abercrombie und der „Stern“ feiert

Berlin hat eine neue Bewohnerin. Barbie hat diese Woche ihre pinke Glitzerwelt in Mitte aufgebaut. Der Nachbarschaft gefällt das nicht unbedingt: Protestler versammelten sich in Barbies feinem Vorgarten und wetterten gegen ihr Frauenbild. Die jungen Barbiefans schreckte das nicht ab – sie kamen in Scharen. Und darum geht es zumindest für Matell: Bei der relevanten Zielgruppe zu landen. Seinen relevanten Kundenkreis wollte auch Abercrombie definieren. Dummerweise erntete das Unternehmen dafür einen echten Shitstorm. Wir berichten in unserem absatzwirtschaft-Wochenrückblick:

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Eröffnung der Woche: Barbie zieht in ihr Berliner Dreamhouse

Am Donnerstag hat in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes das Barbie Dreamhouse eröffnet. Die 2500-Quadratmeter-Puppenstube ist eine der umstrittensten Markenausstellungen unserer Tage. Die „Barbie Dreamhouse Experience“ verspricht ein interaktives Erlebnis mit allem, was zum Leben der Spielzeug-Blondine gehört. Besucher können in Barbies Küche Cupcakes kreieren oder ihre Kleider in einem digitalen Ankleidezimmer anprobieren. Die Spielzeugfirma Matell hat in ihrer Erlebnisausstellung ein Barbie-Idyll geschaffen, das mit klaren althergebrachten Rollenbildern aufwartet: Barbie kocht in einer pinken Küche, putzt das kitschige Haus und kümmert sich um den Nachwuchs. Und das alles mit perfekten Beinen, Haaren und Outfit. Kein Wunder, dass das Feministinnen auf den Plan ruft, die sogleich barbusig vor dem Traumhaus protestierten. Doch Barbies Welt war schon immer genauso umstritten wie beliebt. Kleine Mädchen suchten ihren Weg durch die Protestler und kamen in Scharen mit ihren Müttern in das Traumhaus. Berlin ist die erste Station einer ganzen Traumhaustournee. Bis August ist die rosa Glitzerwelt in der Hauptstadt zu Gast.

Shitstorm der Woche: Alle gegen Abercrombie

Eigentlich ist es ja nichts Neues, dass der Chef von Abercrombie and Fitch, Michael S. Jeffries, gegen Dicke und Alte wettert. Bereits 2006 stellte er klar, dass seine Klamotten ausschließlich für junge, attraktive und vor allem schlanke Menschen hergestellt werden. XL oder gar XXL-Größen für Frauen findet man in den Abercrombiegeschäften vergeblich. Dass damit viele Menschen ausgeschlossen werden, sei ausdrücklich erwünscht. Diese Woche ging der Protest gegen das amerikanische Modelabel richtig los. Auslöser war die Einschätzung des Modeanalysten Robin Lewis: „Abercrombie will den Eindruck vermeiden, dass sich auch arme Leute diese Kleidungsstücke leisten können.“ Aktivisten riefen daraufhin dazu auf, Kleidung von Abercrombie an Obdachlose zu verteilen. In den sozialen Medien wurde heiß diskutiert, eine Petition wurde von Zehntausenden unterschrieben. Hier das populärste Video einer Aktion gegen Abercrombie.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Topmanager sehen Werbewirkung kritisch

>>>Durchbruch bei Intermedia-Datei der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse

>>>Urteil zur automatischen Vervollständigung – Google verliert, Prominente jubeln

>>>Foodwatch erklärt Capri Sonne zur dreistesten Werbemasche


Erfolgsmeldung der Woche: „Stern“ meldet deutliches Plus beim Werbeumsatz

Der Relaunch des „Sterns“ scheint sich ausgezahlt zu haben: Die Bruttowerbeumsätze des Wochenmagazins sind seit April deutlich gestiegen. Laut Nielsen setzte der Titel 40,20 Mio. Euro in den ersten vier Monaten 2013 mit Anzeigen um. Das sind 18,4 Prozent mehr als im April 2012. Somit verringert sich das Minus auf das Gesamtjahr gerechnet auf 3,6 Prozent. Damit zieht der Stern im Monat April am „Spiegel“ vorbei. Die Meldung gibt Hoffnung, dass es im Anzeigenmarkt nicht nur nach unten gehen muss – es bleibt abzuwarten, ob die Zahlen gehalten werden können.

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