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Bald Handelspartner auf Augenhöhe?

Die meisten Manager und Unternehmer in der Medienwirtschaft sehen das Erstarken des indischen Marktes in der Beobachterrolle. In ihrem betrieblichen Umfeld haben sie mit dem Subkontinen (noch) keine Berührungspunkte.

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Die Management- und IT-Beratung Capgemini setzte bei ihrer diesjährigen Wirtschaftsstimmungs-Umfrage den Schwerpunkt auf Indien. Sie befragte 1 319 Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen mit mehr als 12,5 Millionen Euro Jahresumsatz, darunter 73 aus der Medienwirtschaft. Führungskräfte in Bayern, Hamburg und Berlin registrierten das Erstarken des Subkontinentes besonders aufmerksam, heißt es in dem Bericht.

Bundesweit glaube allerdings nur ein Bruchteil aller Unternehmer und Manager, dass die deutsche Wirtschaft hiervon profitiere. Kaum einer von zehn Entscheidern (neun Prozent) könne im ökonomischen Erstarken Indiens beträchtliche Vorteile für die deutsche Wirtschaft erkennen. 42 Prozent sagten zwar sinngemäß: Ja, irgendwann einmal könnte Indien für uns von Nutzen sein. Aber immerhin jeder fünfte Befragte gehe davon aus, dass Indien in wirtschaftlicher Hinsicht seine Muskeln spielen lasse und verstärkt an Beteiligungen an oder gar die Übernahme von ausländischen Unternehmen denke. Ein knappes Drittel äußert sich indifferent.

Mit Ausnahme jener early movers, die bereits auf dem indischen Markt aktiv seien oder über ihre Zulieferer Gewinne daraus ziehen, wisse das Gros der Führungskräfte offenbar noch nicht viel mit dem Subkontinent anzufangen. „Der Boom in China darf den Blick auf Indien nicht verstellen“, warnt Capgemini Zentral- und Osteuropa CEO Antonio Schnieder. Sein Argument: „Indien ist nicht mehr nur der riesige Absatz- oder der billige Beschaffungsmarkt. Das Land entwickelt sich zum Handelspartner auf Augenhöhe.“

Dabei könne die Stimmung in der deutschen Medienwirtschaft kaum besser sein: 70 Prozent der Unternehmer und Manager blicken mit großem Optimismus in die Zukunft. Und das sogar auf lange Sicht, denn die wenigsten rechneten mit einem vorzeitigen Ende des Aufschwungs. In der Gesamtsicht der Umfrageergebnisse variiere die Zuversicht von Branche zu Branche und von Bundesland zu Bundesland. Voller Vorfreude zeigten sich die Banken und die Unternehmen der Informationstechnologie, vergleichsweise verhalten ist die Stimmung bei den Automobilherstellern und in der Medienwirtschaft. mu

Hier finden Sie die kompletten Ergebnisse der Studie „Wirtschaftsstimmung“.

www.capgemini.com

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