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Baidu-Bilanz: Auch das Google Chinas erleidet Crash

Die Baidu-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um zehn Prozent zurück – sieben Milliarden Dollar Börsenwert wurden dabei vernichtet

Was unterscheidet das Google Chinas vom echten Google? China eben. Aktien aus dem Reich der Mitte scheinen in diesen Tagen wie verflucht: Auch Baidu, die an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelte größte Suchmaschine des Landes, kam nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen brutal unter die Räder.

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Der Crash an den Börsen Chinas geht ungebremst weiter. Um mehr als acht Prozent riss es die Leitbörsen in Shanghai und Shenzhen gestern nach unten – seit Mitte Juni beträgt das Minus bereits fast 30 Prozent.

Nahtlos in die Ausverkaufsstimmung reihte sich auch die größte chinesische Suchmaschine am anderen Ende der Welt ein. Baidu legte nach Handelsschluss seine Geschäftsbilanz für das abgelaufene zweite Quartal vor und  enttäuschte dabei die angespannten Anleger.

Aktie verliert nach Handelsschluss 10 Prozent – 7 Milliarden Dollar Börsenwert weg

Zwischen Anfang April und Ende Juni legten die Umsätze um 38 Prozent von 12 auf 16,58 Milliarden Yuan zu, was Erlösen in Höhe von 2,65 Milliarden Dollar entspricht. Der Nettogewinn konnte lediglich noch um drei Prozent auf  3,66 Milliarden Yuan bzw. 585 Millionen Dollar gesteigert werden.

Für die eigentliche Enttäuschung sorgte indes nach Handelsschluss Baidus Ausblick auf die laufenden Geschäfte: So prognostiziert das nach Alibaba und Tencent drittwertvollste chinesische Internet-Unternehmen für das dritte Quartal Umsätze zwischen 18,17 und 18,58 Milliarden Yuan (2,97 Milliarden Dollar), Anleger hatten jedoch mit 18,79 Milliarden Yuan gerechnet.

Die Folge: Die Baidu-Aktie fiel im nachbörslichen  Handel um zehn Prozent zurück – sieben Milliarden Dollar Börsenwert wurden dabei vernichtet. Bei 180 Dollar notiert Baidu nun ebenfalls wie chinesische Aktien der heimischen Festlandbörsen um 30 Prozent unter den Höchstkursen und damit gleichfalls auf dem tiefsten Stand des Jahres.

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