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Axel Springer überlegt Übernahme von ProSiebenSat.1

Der größte deutsche Verlag Axel Springer AG strebt eine Stimmrechtsmehrheit am TV-Konzern ProSiebenSat.1 Media an, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Springer Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner habe sich am Wochenende mit Chaim Saban, dem derzeitigen Mehrheitseigentümer von ProSiebenSat.1 Media, zu Gesprächen in den USA getroffen.

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Ein Chefunterhändler von Saban dementierte gegenüber dem Spiegel die Absicht zu verkaufen. Vom Springer Verlag waren keine Angaben zu den Spekulationen zu erhalten. Großaktionär Saban hatte die Mediengruppe nach der Kirch-Insolvenz übernommen und hält gemeinsam mit Fondsgesellschaften 88 Prozent an dem Konzern. Dem Springer-Verlag, der damals mit geboten hat, gehören die restlichen zwölf Prozent.

Die Spekulationen ließen den Aktienwert des ProSiebenSat.1-Konzerns Montagmorgen zu Handelsbeginn um zehn Prozent in die Höhe schnellen. Einem Bericht der Financial Times Deutschland zu folge, soll der Springer-Verlag bereits die Deutsche Bank als möglichen Finanzierer kontaktiert haben. „Berichte über Kundenbeziehungen werden nicht kommentiert“ teilte ein Sprecher des Geldinstituts mit.

Das Bundeskartellamt teilte mit, dass eine mehrheitliche Übernahme von ProSiebenSat.1 durch den Springer-Verlag noch nicht beantragt wurde. Jedoch ließ die Behörde offen, ob es Vorgespräche mit dem Kartellamt gegeben hat. Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) kommentierte die Gespräche gelassen. Eine vorherrschende Meinungsmacht bestehe erst bei einem Zuschaueranteil von über 30 Prozent. Die Fernsehgruppe erzielte bei der jüngsten GfK-Erhebung einen Anteil von 21,4 Prozent. pte

www.axelspringer.de
www.prosiebensat1.com
www.kek-online.de

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