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Autosalon Paris: Kommt die Elektromobilität im zweiten Anlauf?

In Paris werden einige neue Elektromodelle vorgestellt

Der Autosalon Paris (1. bis 16. Oktober 2016) soll ein wahres Neuheiten-Feuerwerk zeigen. Paris leitet, wenn man die Neuheiten betrachtet, für die Autobauer eine Art Abschied vom Diesel ein. Gleichzeitig wird die Luft für Verbrennungsmotoren in Pkw dünner. Dazu stellt Opel seinen Ampera-e vor, der das erste Auto in den Verkaufsräumen der Tesla-Wettbewerber mit einer Reichweite von mehr als 300 Kilometern sein wird.

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Knapp ein Jahr vor Dieselgate hatte im Dezember 2014 die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, in einem drastischen Umweltplan angekündigt, bis zum Jahre 2020 ein generelles Verkaufsverbot für Dieselautos einzuführen. Die Luft in Paris und anderen Ballungszentren in Europa ist „drückend“. Knapp zwei Jahre nach Hidalgos Ankündigung und ein Jahr nach Dieselgate übertreffen sich die Autobauer beim Pariser Autosalon mit Ankündigungen zu „echten“ Elektroautos. Opel stellt seinen Ampera-e vor, Smart reicht seine Elektro-Variante nach. Anfang 2018 ist Audi mit dem im Brüsseler Werk gebauten SUV Audi Q6 E-Tron mit mehr als 500 Kilometer Reichweite bei den echten Elektroautos angekommen. Mercedes zeigt in Paris einen Elektro-SUV, VW hat ein seriennahes Elektroauto in Golf-Größe mit gut 400 Kilometern elektrischer Reichweite als Mittelpunkt seines Ausstellungsstandes, BMW arbeitet mit Hochdruck nicht nur an elektrischen i-Modellen mit Carbon-Karosse, sondern rüstet auch die konventionellen auf richtigen E-Antrieb um. Die Diesel stehen in Paris in der Ecke. In der klassischen Diesel-Domäne SUV trumpfen Elektroautokonzepte in Paris auf. Dabei hat Tesla mit seinen Model X seit gut einem Jahr den ersten Elektro-SUV auf der Straße.

Nachfrage nach Batteriezellen versiebzigfacht sich bis 2025

Mit Paris rückt damit die Branche ein Stück weiter nach Asien. Rechnet man die Ankündigung der neuen VW-Strategie unter Matthias Müller in Batterie-Produktion um, kann man Lithium-Ionen Batterien mit einer Kapazität von 160 Millionen kWh in den VW-Neuwagen des Jahre 2025 erwarten. Geht man davon aus, dass der überwiegende Teil der Batterie-elektrischen VW-Neuwagen um das Jahr 2025 eine Reichweite von 500 Kilometern hat, kann man mit 80 kWh Energiespeicher pro Fahrzeug rechnen.

bildschirmfoto-2016-09-27-um-11-08-11Weitet man die Analyse auf die wichtigsten Staaten mit hohem Anspruch auf Abgasemissionen aus, China, USA und EU-Europa, kann man einem Markt für Lithium-Ionen-Stromspeicher von 1,040 Milliarden kWh weltweit für das Jahr 2025 gerechnet werden. Nur zum Vergleich, im Jahre 2015 lag nach unseren Berechnungen die in Neuwagen „verkaufte“ Speicherkapazität um 15 Millionen kWh. Die Lieferanten von Lithium-Ionen Batteriezellen stehen vor einem gewaltigen Ansturm. Die Nachfrage wird sich in den nächsten neun Jahren versiebzigfachen.

Mit Paris erkennen wir, dass zukünftig das neue Herz der Branche in China, Korea und Japan schlägt. Das gilt nicht nur für den Absatzmarkt der Neuwagen, sondern mit den Lithium-Ionen-Zellen, den Kern und das wesentliche Element der neuen Technik. Im Europa gibt es kaum industrielle Kompetenz für Lithium-Ionen Zellen.

Während Dieselmarktanteil in Deutschland bröckeln, steigt die Nachfrage nach SUV kontinuierlich an. Mittlerweile sind 20,4 Prozent aller Neuwagen in Deutschland Diesel. Gleichzeitig verliert der Diesel-Marktanteile. Dieselgate, Thermofenster mit zu hohen Stickoxid-Emissionen und Real-Driving Emissions-Prüfungen machen dem Diesel das Leben in den nächsten Jahren schwer. Man kann Fahrverbote in großen Städten und Ballungsgebieten für Diesel-Pkw nicht mehr schließen nachdem sich die Richter des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts für Dieselfahrverbote als Maßnahme gegen die zu hohen Stickoxid-Werte ausgesprochen haben.

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