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Autoindustrie vernachlässigt Online-Marketing

Das Internet wird von der Automobilindustrie in seiner Wichtigkeit im Kaufentscheidungsprozess und in der Kundenbindung unterschätzt. Automobilhersteller nutzen die Kommunikation mit ihren Kunden via Newsletters nicht erfolgreich, obwohl Autofahrer an relevanten Informationen sehr wohl interessiert wären.

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Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Marktforschers Nielsen/Netratings im Rahmen des Automotive E-Lifestyle-Reports. Der Report förderte erstaunliche Unterschiede zwischen den Automarken zutage. Während Opel im September auf seiner Website mit 41,2 Prozent den höchsten Anteil an Fahrern der eigenen Marke erreichte, waren es bei Audi nur 25,2 Prozent. Damit hatte Opel in seiner Nutzerschaft den größten Anteil an eigenen Kunden unter den betrachteten Automobilherstellern.

Laut Nielsen sind zwei Drittel aller Besucher einer Automobilhersteller-Webseite Fahrer von Fremdmarken, also eine Zielgruppe, die bisher nur über klassische Medien zu erreichen waren. Die Ergebnisse machten deutlich, dass sich die Fahrer der Automarken in Gruppen einteilen lassen, deren Verhalten sich auch in der elektronischen Welt des Internets unterscheidet. Von Seiten der Automobilindustrie wird auf diese Unterschiede bisher jedoch kaum eingegangen.

Das Internet entwickelt sich für die Automobilhersteller zu einer idealen Plattform für die Neu- und Stammkundengewinnung. Viele Services werden bisher jedoch kaum genutzt. „Hier liegt noch erhebliches Potenzial brach. Die Analyse der empfangenen Newsletters zeigte, dass die Hersteller diese Form der Kommunikation kaum nutzen, lediglich Newsletters allgemeiner Auto-Portale waren vertreten“, analysiert Nielsen-Director Sales & Marketing Stefan Raum. Für den Nielsen-Report wurden die Befragungs- und Messergebnisse von 80 000 Haushalten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ausgewertet. (pte.at)

www.nielsen-netratings.com

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