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Aussichten auf weltweitem Werbemarkt bessern sich

Nach dem stärksten Einbruch der weltweiten Werbeinvestitionen seit Jahrzehnten hat sich der globale Werbemarkt nach Informationen der Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia stabilisiert. Danach ist für 2010 weltweit ein leichtes Plus von 0,9 Prozent zu erwarten, obwohl die Werbeausgaben in den Märkten Nordamerika, Westeuropa und Japan auch im kommenden Jahr noch schrumpfen werden.

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Da die Finanzkrise 2009 zum einem beispiellosen Rückgang der weltweiten Werbeinvestitionen geführt habe, gehe das Unternehmen in seiner Studie „Advertising Expenditure Forecast“ für das laufende Geschäftsjahr von einem Minus von 10,2 Prozent aus. Unter der Voraussetzung, dass sich die Konjunktur weiter festigt, sollen sich die Aussichten für 2010 allerdings verbessern.

Mit der Prognose eines Anstiegs der weltweiten Werbeausgaben um 0,9 Prozent für das kommende Jahr korrigiert Zenith Optimedia die Aussage erstmals seit Juni 2008 nach oben. „In Deutschland rechnen wir dagegen auch im kommenden Jahr noch mit rückläufigen Werbeausgaben von Minus 1,5 Prozent, was angesichts des extrem starken Rückgang von 9,8 Prozent in 2009 jedoch eine Erholung bedeutet“, erläutert Dr. Nicole Prüsse, Chairman Zenith Optimedia Deutschland. Ab 2011 sei dann wieder mit einem Plus zu rechnen.

Wie die Vergangenheit gezeigt habe, erholt sich der globale Werbemarkt nach Rezessionen in der Regel stufenweise im Verlauf der kommenden drei Jahre. Weltweit werde ab 2012 wieder mit einem normalen Wachstum von 4,8 Prozent zu rechnen sein. Der vorausgesagte, gemäßigte weltweite Anstieg von 0,9 Prozent für 2010 sei vor allem den sich entwickelnden Märkten wie dem asiatisch-pazifischen ohne Japan (plus 8,4 Prozent) und Lateinamerika (plus 8,1 Prozent) zuzuschreiben. Die von der Wirtschaftskrise schwer getroffenen Märkte Nordamerika, Westeuropa und Japan würden sich langsamer erholen und auch im kommenden Jahr noch schrumpfen (Nordamerika: minus 2,4 Prozent, Westeuropa: minus 0,5 Prozent, Japan: minus 3,2 Prozent).

Zudem würden regionale Regelungen einzelner europäischer Länder die Erholung regionaler
Werbemärkte erschweren. Beispielsweise werde das öffentliche Fernsehen in Frankreich, das mehr als ein Drittel der dortigen Zuschauer an sich zieht, bis 2011 voraussichtlich werbefrei sein. In Spanien plane die Regierung, das öffentliche Fernsehen ab 2010 werbefrei zu gestalten, wobei der Zuschaueranteil mehr als ein Fünftel betrage. Ein moderates Wachstum der Werbemärkte sei in Nordamerika, Westeuropa und Japan wieder ab 2011 zu erwarten.

Das Internet, welches als einziges Medium in diesem Jahr weltweit einen Anstieg der Werbegelder von 9,5 Prozent verbuchen kann, soll den Marktanteil als Werbeträger bis 2012 auf 16,2 Prozent ausbauen können. Dies sei maßgeblich auf das Suchmaschinenmarketing zurückzuführen, wobei davon auszugehen sei, dass 53 Prozent der Online-Werbeinvestitionen bis 2012 in diesen Bereich fließen.

www.zenithoptimedia.com

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