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Ausgaben für Weihnachtsgeschenke steigen um ein Prozent

Durchschnittlich 288 Euro wollen die Deutschen in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben – ein Prozent mehr als 2012. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kann der Handel mit einem zusätzlichen Umsatzvolumen von rund 15,2 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft rechnen, ein Plus von zwei Prozent. Und auch die monatliche GfK-Konsumklimastudie fällt positiv aus: Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen verzeichnen spürbare Zuwächse; die Anschaffungsneigung klettert auf ein Sieben-Jahreshoch.

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Insgesamt möchten 90 Prozent der Deutschen ihre Lieben zu diesem Fest mit Geschenken verwöhnen. „Auch Bargeld wird wieder gerne verschenkt, das in den Tagen nach dem Fest zu einem Gutteil in die Kassen der Händler fließen dürfte. Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von 3,3 Milliarden Euro umfassen“, erklärt GfK-Handelsexperte Dr. Wolfgang Adlwarth. Gutscheine werden dagegen vor allem von jungen Menschen bis 34 Jahre gekauft. Insgesamt werden dafür durchschnittlich 96 Euro, sieben Euro mehr als im vergangenen Jahr eingeplant. Insgesamt kann mit einem Gutscheinvolumen von 1,44 Milliarden Euro gerechnet werden.

Je nach Alter und Einkommen geben die Verbraucher erwartungsgemäß unterschiedlich viel für Geschenke aus. So planen die 14- bis 24-Jährigen in diesem Jahr mit 122 Euro ein deutlich geringeres Budget ein als im letzten Jahr (136 Euro). Auch die 35- bis 54-Jährigen werden zum Teil deutlich weniger Geld ausgeben. Dafür steigt das Budget der 25- bis 34-Jährigen deutlich um 41 Euro auf 254 Euro. Auch die Senioren werden mit durchschnittlich 354 Euro etwas mehr für Geschenke aufwenden. Gaben die Ostdeutschen im vergangenen Jahr noch zwei Euro mehr aus als die Westdeutschen, werden sie in diesem Jahr mit durchschnittlich 269 Euro 17 Euro weniger für Weihnachtsgeschenke investieren.

Bücher, Spielwaren und Bekleidung besonders beliebt

Bücher werden erneut am häufigsten unter dem Weihnachtsbaum liegen: Rund 42 Prozent der Deutschen möchten neue Lektüre verschenken. Im Jahr 2012 waren das allerdings noch zwei Prozentpunkte mehr. Dafür werden durchschnittlich 40 Euro ausgegeben, ein Euro weniger als im vergangenen Jahr. Laut GfK-Berechnungen ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von rund 1,06 Milliarden Euro für den Buchhandel. Am zweithäufigsten wird Spielzeug geschenkt. Die Ausgaben werden sich auf durchschnittlich 77 Euro belaufen. Für den Handel ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von 1,65 Milliarden Euro.

Den dritten Rang der meist gekauften Geschenke belegen Kleidung und Accessoires. Gut ein Drittel der Deutschen hat diese Artikel auf dem Einkaufszettel stehen. Der Handel kann mit einem Umsatz von 1,86 Milliarden Euro rechnen. Das sind neun Millionen Euro weniger als 2012. Im Durchschnitt wollen die Verbraucher 90 Euro für Bekleidung und Accessoires ausgeben. Auch Kosmetikartikel und Parfüm stehen in der Beliebtheit sehr weit oben (26 Prozent). Vor allem die 14- bis 24-Jährigen finden diese Geschenke passend für Freunde und Familie. Im Durchschnitt geben die Verbraucher dafür 54 Euro aus. Der Handel kann mit einem Umsatz von 865 Millionen Euro rechnen, eine Million Euro weniger als letztes Jahr.

Etwas beliebter als im letzten Jahr sind mit 23 Prozent Lebensmittel und Getränke. Vor allem die Jugend sucht für ihre Lieben in diesem Bereich Geschenke aus. Sie geben dafür im Schnitt 48 Euro aus und damit deutlich mehr als noch 2012. Der Handel kann hier einen Umsatz von 704 Millionen Euro einplanen. DVDs, CDs und Blu-rays liegen nicht mehr ganz so häufig unter dem Weihnachtsbaum. Dafür geben die Deutschen mit 37 Euro zwei Euro mehr als im letzten Jahr aus. Für den Handel ergibt sich daraus ein Volumen von 418 Millionen Euro.

Abos und Veranstaltungstickets sind in der Gunst der Schenkenden leicht gestiegen (14 Prozent). Da für sie mit 95 Euro zehn Euro mehr als im vergangenen Jahr bezahlt wird, kann auch der Handel mit einem steigenden Umsatz von 816 Millionen Euro rechnen. Auf dem zehnten Platz liegen in diesem Jahr Schmuck und Uhren. Mit durchschnittlich 117 Euro greifen die Verbraucher bei diesem Geschenk tiefer in die Tasche als noch 2012. Da aber nur noch 13 Prozent der Deutschen Schmuck oder Uhren auf den Gabentisch legen, kann der Handel lediglich 918 Millionen Euro an Umsatz erwarten. Im letzten Jahr waren es noch 928 Millionen Euro.

Umsatzvolumen für elektronische Produkte steigt

Besonders viel wollen die deutschen Verbraucher für Handys und Smartphones ausgeben. Zwar planen nur drei Prozent, ein Mobiltelefon zu verschenken, werden aber im Schnitt 242 Euro dafür aufwenden. Im vergangenen Jahr waren es nur 120 Euro. Auch für Unterhaltungselektronik geben die Deutschen deutlich mehr aus. Insgesamt möchten sechs Prozent ein Geschenk aus diesem Bereich wählen. Im vergangenen Jahr war es ein Prozent weniger. Da sie dafür jedoch durchschnittlich 155 Euro ausgeben, steigt das Umsatzvolumen um 100 Millionen Euro auf 612 Millionen Euro an. Auch Computer, Notebooks und Tablets werden Weihnachten 2013 wieder auf dem Gabentisch liegen. Mit drei Prozent greift ein Viertel weniger als im letzten Jahr zu diesem Geschenk, gibt dafür aber 234 Euro aus. Das sind 30 Euro mehr als 2012.

Auch in diesem Jahr bestellen viele Menschen zumindest einen Teil ihrer Geschenke online. Allerdings hat die Reichweite offensichtlich ihren Höhepunkt erreicht. Insgesamt planen 49 Prozent der Deutschen, mindestens einen Kauf online zu tätigen. Das ist ein Prozent weniger als vor einem Jahr. Mit großem Abstand liegt weiterhin der Kauf von Abos und Tickets (70 Prozent) auf Platz 1, gefolgt von Computer, Notebooks, Tablets (57 Prozent) sowie Software (56 Prozent). Starke Verluste im Onlinegeschäft erleiden Spielekonsolen (minus 8 Prozent) sowie Foto-Kameras und -zubehör (minus 6 Prozent).

Generell lässt sich feststellen, dass der Onlinehandel im Weihnachtsgeschäft stärker ist als in den übrigen Monaten. Im vergangenen Jahr kauften ein Fünftel der Menschen mindestens ein Weihnachtsgeschenk online. In den Monaten Januar bis Oktober 2012 war es dagegen im Durchschnitt nur jeder Sechste.

Jahresendspurt: Konsumklima nimmt wieder Fahrt auf

Die sich abzeichnenden Erholungstendenzen der deutschen Wirtschaft bleiben auch bei den Konsumenten nicht unbemerkt. Sowohl die Konjunktur- wie auch die Einkommenserwartung machen einen Sprung nach oben, wie die GfK durch ihre monatlichen Verbraucherinterviews zur Konsumstimmung ermittelt hat. Die Anschaffungsneigung – auch stimuliert durch eine weitere Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) – kann ihr ohnehin schon exzellentes Niveau sogar noch einmal steigern.

Die Konjunkturerwartung der Deutschen verzeichnet im November bereits zum dritten Mal in Folge Zugewinne. Mit einem Plus von neun Punkten fällt der Anstieg sogar sehr deutlich aus. Die aktuell gemessenen 20,3 Zähler sind zudem der höchste Wert seit über zwei Jahren. Im Juli 2011 lag der Indikator mit gut 44 Punkten zum letzten Mal höher. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex ist im November auf den höchsten Stand seit Frühjahr 2011 gestiegen. Die deutsche Wirtschaft blickt demzufolge zuversichtlich auf die kommenden Wintermonate. Einen wesentlichen Grund sehen die Experten in der sich abzeichnenden internationalen konjunkturellen Belebung, die sich vor allem in einigen Schwellenländern wie China sowie einigen mittel- und osteuropäischen Ländern abzeichnet.

Einkommenserwartung spürbar verbessert

Nachdem die Einkommenserwartung in den vergangenen drei Monaten rückläufig war, macht sie im November einen Sprung nach oben, wie die GfK weiter mitteilt. Der Indikator legt um 12,5 Zähler zu und weist nun 45,2 Punkte auf. Man muss in der Historie der Einkommensstimmung schon sehr weit zurückgehen, um einen höher notierten Wert zu finden. Im März 2001, also vor mehr als zwölf Jahren, war dies mit 45,7 Zählern der Fall.

Somit bleibt auch die Konsumlaune der Deutschen im November ungebrochen. Die Anschaffungsneigung kann ihr ohnehin schon sehr hohes Niveau noch einmal um 1,3 Zähler übertreffen und weist nun 45,7 Punkte auf. Damit hat der Indikator ein Sieben-Jahres-Hoch erreicht. Zuletzt verzeichnete er im Dezember 2006 mit 59,9 Zählern einen höheren Wert. Die Verbraucher sehen die Alternative zum Konsumieren – das Sparen – offenbar als immer weniger attraktiv an. Folglich sind sie eher geneigt, ihre finanziellen Mittel in den Konsum zu stecken.

Der GfK-Gesamtindikator des Konsumklimas prognostiziert für Dezember 2013 einen Wert von 7,4 Punkten nach revidiert 7,1 Zählern im November. Das ist der höchste Wert seit sechs Jahren. Damit legt das Konsumklima noch einen kleinen Jahresendspurt hin. Die Aussichten auf eine beschleunigte Belebung der deutschen Konjunktur sowie die Leitzinssenkung der EZB verleihen der Konsumstimmung zum Ende des Jahres 2013 zusätzlich Schwung. Das Marktforschungsunternehmen GfK bestätigt seine Prognose, wonach die realen privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um etwa ein Prozent zulegen werden. Damit wird der Konsum deutlich überdurchschnittlich wachsen.

(GfK/asc)

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