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Aus für Dmexco-Macher: Haben Christian Muche und Frank Schneider Vertragsbruch begangen?

Christian Muche (l.) und Frank Schneider (r.) © Dmexco 2017

Die Koelnmesse wird die Dmexco künftig nur noch mit dem BVDW ausrichten. Das Vertragsverhältnis mit den Dmexco-Gründern Christian Muche und Frank Schneider wurde gekündigt. Der Vorwurf: Vertragsbruch. Die Dmexco-Macher sind darüber bestürzt.

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Es ist ein Faustschlag für die Christian Muche und Frank Schneider: Die Dmexco muss ab sofort ohne die Macher auskommen. Sie hatten zu Anfang die Veranstaltung unter dem Namen Online Marketing Düsseldorf (OMD) ins Leben gerufen. Die beiden Gründer haben die Dmexco mit aufgebaut und zu dem entwickelt, was sie heute ist: die europaweit größte Veranstaltung für Onlinemarketing. Christian Muche hatte die Funktion des Director Business Development, Strategy & International Dmexco und Frank Schneider war Director Marketing, Sales & Operations Dmexco. Doch nun ist alles aus. Und die Vorwürfe wiegen schwer.

Mit sofortiger Wirkung gekündigt

Die beiden Berater der Firma KDME KM Digital Marketing Events wurden zunächst ohne jegliche Begründung der Messeveranstalter rausgeschmissen. Doch ihre Reaktion zeigt, dass hier mehr dahinter steckt als nur ein Vertragsende: Von der Kölmesse gab es keine Dankes-Mitteilung an Muche und Schneider, obwohl die Messe einen Vertrag mit den beiden Chefs von KDME KM Digital Marketing Events hatte und diesen nun aufgelöst hat.

Nun wurden durch eine Mitgliederinformation von BVDW-Präsident Matthias Wahl doch die Gründe für das Aus von Muche und Schneider bekannt: Sie hätten „gegen wesentliche vertragliche Vereinbarungen verstoßen“. Des weiteren bedankte sich Wahl für die „gute Arbeit“, die die beiden Köpfe über Jahre für die Leitmesse geleistet haben.

Bestürzt schien Muche über die Behauptung und reagierte prompt auf Twitter:

Zusatz:

Muche und Schneider gaben nun eine schriftliche Meldung heraus: „Nicht nur wir und unser Team sind letzte Woche von der plötzlichen und völlig unerwarteten Presseerklärung durch die Koelnmesse über die angebliche Beendigung unserer Zusammenarbeit überrascht worden (…). Aus unserer Sicht ist der Vertrag mit der Koelnmesse nicht beendet, sondern besteht nach wie vor fort. Wir verwehren uns gegen den unberechtigten Vorwurf eines Vertragsbruchs und weisen anderslautende Meldungen entschieden zurück.“

Auch gegen das Mitgliederrundschreiben des BVDW´s wollen die beiden Dmexco-Macher wegen „unwahrer Tatsachenbehauptungen“ rechtlich vorgehen.

Die Branche reagiert:

Gute Zusammenarbeit zwischen Kölnmesse und BVDW

BVDW und Koelnmesse arbeiten nun alleine weiter zusammen und das schon, seit die Dmexco im Jahre 2009 erstmals in Köln stattfand.

BVDW-Präsident Matthias Wahl: „Auf der Basis einer tollen Zusammenarbeit von Koelnmesse und BVDW hat sich die Dmexco innerhalb von wenigen Jahren zum wichtigsten Schmelzpunkt der globalen Digitalwirtschaft entwickelt. Wir freuen uns sehr, diese Entwicklung auch langfristig gemeinsam gestalten zu können.“ Gerald Böse ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse und wertet die Zusammenarbeit noch einmal auf: „Der BVDW als zentrale Interessenvertretung der digitalen Wirtschaft ist für die Veranstaltung ein unverzichtbarer Impulsgeber. In dieser Konstellation werden wir der Branche auch in Zukunft eine angemessene Plattform mit hoher Businessorientierung und allen Wachstumschancen bieten können.“ Kein Wort zu der guten Zusammenarbeit mit den beiden Dmexco-Gründern. Hier schient mehr im Argen zu liegen, als die Branche weiß.

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