Aufwärtstrend des Konsumklimas vorerst gestoppt

Strategie Der Konsumklima-Indikator der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziert für Dezember einen leicht geringeren Wert als im November: 5,9 Punkte nach revidiert 6,1 Zählern. Damit ist der Aufwärtstrend des Konsumklimas, der aus den Verbraucherinterviews in den vergangenen Monaten abgeleitet wurde, vorerst zum Stillstand gekommen. Die GfK bezeichnet das Niveau jedoch immer noch als zufriedenstellend.

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Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich im November uneinheitlich. Während die Konjunkturerwartung leicht zulegt, verzeichnen sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung Verluste. Verunsichert sind die deutschen Verbraucher aufgrund der europäischen Schuldenkrise sowie der spürbar sinkenden Konjunktur.

Konjunkturerwartung auf niedrigem Niveau stabil

Trotz rezessiver Tendenzen bleiben die Konjunkturaussichten im November stabil. Der Indikator verbessert sich sogar zum dritten Mal in Folge leicht. Wie in den beiden Vormonaten ist der Zuwachs jedoch auch im November sehr moderat. Aktuell steht ein Plus von 1,2 Punkten zu Buche, so dass der Indikator nun minus 14,6 Zähler aufweist. Obwohl die Signale aus der Wirtschaft derzeit nicht ermutigend sind, nehmen die Rezessionsgefahren nach Ansicht der Deutschen nicht weiter zu. Aufgrund der wirtschaftlichen Schwächephase des Euro-Raums sind die deutschen Exporte dorthin allerdings eingebrochen. Bislang wird dieses Minus noch durch die anhaltend guten Exportgeschäfte in andere Wirtschaftsräume, wie beispielsweise Asien oder auch die USA, kompensiert. Nach den ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal dieses Jahres nur noch um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugenommen. Und die weiteren Aussichten für die beiden folgenden Quartale sind nach Einschätzung der Experten nicht viel besser. Das BIP wird stagnieren oder sogar leicht zurückgehen.

Spürbare Einbußen bei der Einkommenserwartung

Nachdem die Einkommenserwartung im Vormonat angestiegen war, verzeichnet sie im November wieder Einbußen. Mit einem Minus von 12,1 Punkten fallen die Verluste doppelt so hoch aus wie die Zuwächse aus dem Vormonat. Aktuell weist der Indikator 17,8 Zähler auf. Damit hat sich der Abwärtstrend wieder etwas verstärkt. Allerdings ist das Niveau der Einkommensstimmung noch immer als gut zu bezeichnen und liegt klar über dem langjährigen Durchschnittswert von null Punkten. Die Deutschen gehen jedoch nach wie vor davon aus, dass ihre Einkommen künftig steigen werden. Da in den kommenden Monaten die Inflation nicht deutlich zunehmen wird, wird auch ein beträchtlicher Teil der Arbeitnehmer reale Zuwächse bekommen. Entscheidende Voraussetzung für diese gute Einkommensentwicklung ist jedoch, dass der Arbeitsmarkt weiterhin stabil bleibt.

Konsumneigung weiterhin sehr hoch

Die Anschaffungsneigung muss im November Verluste in Höhe von 4,5 Punkten hinnehmen. Dennoch bleibt das Niveau des Indikators mit 29,4 Zählern nach wie vor sehr hoch. Damit bewegt sich der Indikator seit mehr als zwei Jahren konstant in einem Korridor zwischen etwa 30 und 40 Punkten. Diese ausgeprägte Stabilität beruht in erster Linie auf den positiven Arbeitsmarktzahlen. Die hohe Beschäftigung bändigt die Angst vor Jobverlust und fördert damit die Planungssicherheit gerade im Hinblick auf größere, werthaltige Anschaffungen. Auch die anhaltend moderate Inflationsrate stützt die Konsumneigung. Weiteren Rückenwind erhält die Kauflaune durch die schwache Sparneigung der deutschen Verbraucher.

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