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Auf Marketingtour für nachhaltiges Autofahren im Ruhrgebiet

Bochum hat ein neues Mobilitätskonzept: Nach Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen und Gelsenkirchen ist das Car-Sharing-Projekt „Ruhrauto-e“ auch in Bochum verfügbar. In der Bochumer Innenstadt können nun Elektroautos gemietet werden. Initiator des Projektes ist Autoexperte Professor Ferdinand Dudenhöffer. Unterstützer sind die Stadtwerke Bochum. Bochum wird zum Marketingschauplatz für das Thema Elektromobilität.

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Professor Ferdinand Dudenhöffer hat sich das Thema Elektromobil schon lange auf die Fahnen geschrieben. Seit fast fünf Jahren leitet er nun den Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen und ist mit Elektrowagen unterwegs. Er tritt damit öffentlich aus, setzt Menschen an Schlüsselpositionen ans Steuer und macht so ordentlich Werbung für die neue Form der Mobilität.

In den Bochumern hat Dudenhöffer nun starke Unterstützer gefunden. Zusammen mit den Stadtwerken hat die Stadt Bochum je eine Ladestation am Hauptbahnhof und am Rathaus installiert. „Die Elektromobilität ist ein zentraler Bestandteil unserer städtischen Verkehrspolitik. Das nachhaltige Mobilitätskonzept von RUHRAUTOe passt ideal zur lokalen Agenda 21 unserer Stadt“, sagt Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz. Eine größere Zahl von Fahrzeugen mit dieser Antriebstechnologie, die noch dazu von mehreren Nutzern geteilt würden, könne einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des lokalen Luftreinhalteplans leisten.

Probefahren soll Nutzer werben

In Bochum können zunächst drei Elektroautos gemietet werden. Nutzern steht entweder ein Opel Ampera, ein Smart oder ein Renault Twizy zur Verfügung. Jeder Interessierte kann die Wagen stunden- oder tageweise mieten. Die Miete für den Renault Twiz beträgt zwei Euro pro Stunde.

Aufgeladen werden die Fahrzeuge an den von den Stadtwerken aufgestellten Ladestationen, die sich am Rathaus und am Hauptbahnhof befinden. Sie haben laut Stadtwerke-Sprecher Kai Krischnak insgesamt rund 25 000 Euro gekostet. Weitere Ladestationen soll es künftig am Parkhaus des Bermudadreiecks und an der RUB geben.

Am Samstag den 6. Juli können die Bochumer ganztägig kostenlos mit Elektroautos Probe fahren. Die Präsentation findet im Rahmen eines Bürgertags statt. Die Elektrowagen Opel Ampera, der Renault Twizy, der Elektro-Smart und die Nissan Leaf stehen für kostenlose Testfahrten auf dem Husemannplatz bereit.


Die Bochumer Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz testet den Renault Tzwizy

Ein Zielgebiet mit Potential

„Die Stadt Bochum ist ein attraktives neues Zielgebiet für unser Projekt. Als Hochschulstandort bietet uns Bochum ideale Bedingungen und eine große Zielgruppe, denn 25 Prozent unserer Kunden sind Studenten“, sagt Dudenhöffer. Voraussetzung für die Nutzung der Fahrzeuge ist eine „Ruhrauto-e“-Karte oder ein Abo-Ticket des VRR. Mit diesen können die Autos gebucht und geöffnet werden.

Bei der Stadtverwaltung kommt die Idee gut an: „Elektroautos sind leise und fahren dazu lokal völlig emissionslos. Eine größere Zahl von Fahrzeugen mit dieser Antriebstechnologie, die noch dazu von mehreren Nutzern geteilt werden, kann einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des lokalen Luftreinhalteplans leisten.“

Das im November vergangenen Jahres gestartete Projekt wird von der Uni Duisburg-Essen, dem VRR, der DriveSharing GmbH und der Vivawest Wohnen GmbH verantwortet. Vom Bundesverkehrsministerium wird es mit 1,15 Millionen Euro bezuschusst. Im gesamten Ruhrgebiet sind derzeit 37 Elektroautos und über 20 Ladestationen verfügbar. Im Juli sollen drei weitere Fahrzeuge hinzukommen.

Bislang hat das Projekt mit insgesamt 550 Nutzern. 33 000 Kilometern wurden mit den Elektroautos bereits zurückgelegt. Für Dudenhöffer ein erster Erfolg. Öffentliche Auftritte sind ein gutes Marketinginstrument für das Thema Elektromobilität. Positive Bilder mit Prominenten tragen dazu bei, dass nachhaltiges Autofahren ins Bewusstsein der Menschen kommt.


Der Ruhrbischof Dr. Overbeck hat sich über RUHRAUTOe informiert und das RUHRAUTOe Nummer 1 signiert und setzte sich gleich selbst ans Steuer. Mit solchen öffentlichen Präsentationen der Elektroautos macht Prof. Dudenhöffer Werbung für Elektromobilität.

(ak)

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