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Audi-Chef Stadler sieht Erholung des westeuropäischen Automobilmarktes

Der deutsche Automobilmarkt könnte im kommenden Jahr wieder die Drei-Millionen-Grenze durchbrechen. Das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen erwartet für 2014 rund 3,05 Millionen Neuwagenverkäufe in Deutschland. Dies erklärte Institutsdirektor Prof. Dr. Willi Diez jetzt anlässlich des IFA Automobilkongresses in Nürtingen.

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Das Institut geht davon aus, dass sowohl die Käufe privater wie auch gewerblicher Kunden im nächsten Jahr wieder steigen werden: „Das Konsumklima ist so gut wie schon lange nicht mehr und auch in den Unternehmen wächst die Zuversicht auf eine weitere konjunkturelle Erholung. Das wird das Automobilgeschäft beflügeln“, begründete Diez seinen optimistischen Ausblick.

Asien-Pazifik-Region wird bedeutsamer

Keynote-Speaker des diesjährigen IFA-Kongresses war der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Prof. Rupert Stadler. Er erwartet, dass sich der westeuropäische Automobilmarkt im kommenden Jahr leicht erholen und um 2,5 Prozent zulegen wird. „Doch das Vorkrisenniveau erreicht unsere Region erst in einigen Jahren.“ Gleichzeitig nehme die Region Asien/Pazifik weiter an Bedeutung zu und werde bis zum Ende des Jahrzehnts um rund 50 Prozent zulegen: „Im Jahr 2020 ist jeder zweite Neuwagen weltweit in Asien unterwegs.“

Stadler bekannte sich zum Industriestandort Deutschland. Auch wenn Audi im Jahr 2014 zum ersten Mal mehr Autos im Ausland baue als zu Hause, beschäftige das Unternehmen zwei Drittel seiner Mitarbeiter in Deutschland. Die Stammwerke Neckarsulm und Ingolstadt fungierten als Paten für neue Produktionsstandorte wie Mexiko oder Brasilien.

„Müssen ökologische High-Performance bieten“

Beim Thema „Innovative Antriebe“ erneuerte Stadler sein Credo: „Eine Marke wie Audi muss ökologische High-Performance bieten. Wir glauben an Elektromobilität und werden dem Kunden stets das geben, was so ausgereift, alltagstauglich und bezahlbar ist, wie er sich das vorstellt. Wir verändern die Welt. Wir zwingen den Kunden jedoch nicht, seinen Alltag zu verändern!“ Audi setzt auf Plug-in Hybride wie den A3 e-tron, der auf Kurzstrecken mit dem Elektromotor völlig emissionsfrei fährt und aufgrund des Benzinmotors fast tausend Kilometer Reichweite besitzt.

Die Veranstaltung gehört mit 500 Besuchern aus der gesamten Automobilbranche zu einem der größten Automobilkongresse in Deutschland. Gastgeber Professor Dr. Willi Diez verwies darauf, dass mit dem diesjährigen Kongress auch der Studiengang Automobilwirtschaft am Standort Geislingen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt sein 25-jähriges Bestehen feierte. Begonnen wurde mit 15 Studierenden, heute sind es über 400 junge Menschen, die diesen Studiengang besuchen.

(IFA/asc)

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