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Auch für Lebensmittel wird der mobile Einkaufskanal wichtig

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Apps verändern sich nach und nach auch die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher in Deutschland. Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Arthur D. Little trägt diese gemeinsam mit der heute schnelleren Datenübertragung dazu bei, dass dem Onlinevertrieb im Lebensmitteleinzelhandel nun ein Comeback bevorsteht. Ein wichtiges Stichwort für den neuen Trend im E-Commerce sei „Komfort“. Mit dem Smartphone könnten zahlreiche Lebensbereiche so organisiert werden, dass die Annehmlichkeiten darin bestünden, Ressourcen wie Zeit und Energie zu sparen und Frustrationen zu vermindern.

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80 Prozent der Internetnutzer haben nach Informationen von Arthur D. Little auch vom Smartphone aus Zugang zum Internet und nehmen diesen täglich in Anspruch. Weltweit würden im Jahr 2011 etwa 472 Millionen Smartphones verkauft, im Jahr 2015 läge dieser Wert schon bei 982 Millionen Geräten. Bei etwa 27 Prozent aller weltweit genutzten Mobiltelefone handele es sich zum jetzigen Zeitpunkt bereits um Smartphones. Klaus von den Hoff, Leiter des Bereichs „Telecoms, Information, Media and Electronics“ (TIME) bei Arthur D. Little, erklärt: „Heute werden Kunden mit M-Commerce, also dem Shopping-Erlebnis über das Smartphone in den Onlineshops der Einzelhändler, weitaus größere Annehmlichkeiten ermöglicht.“ Der internetfähige und mit vielen Funktionen ausgestattete Alltagsbegleiter werde sich zum wichtigsten digitalen Gerät im E-Commerce entwickeln, auch im Bereich der Güter des täglichen Bedarfs. Dem mobilen Einkaufskanal (mobile order) messen die Berater in Zukunft eine höhere Bedeutung bei als dem mobilen Bezahlkanal (mobile payment).

Erfolgreiche Einzelhändler müssten sowohl die Dynamik als auch die Möglichkeiten erkennen, die von den Innovationen der Informations- und Telekommunikationsindustrie sowie den Media- und Elektronikanbietern ausgehen und verstehen, was technologisch durchführbar sei. Auf der anderen Seite könnten sich Telekommunikationsanbieter gerade mit neuen M-Commerce-Lösungen und die Konzentration auf das Kundenerlebnis Wettbewerbsvorteile verschaffen. Dazu zählen unter anderem, dass Verbraucher zusätzliche Informationen zum Beispiel zu Zusatzstoffen oder Produktionsbedingungen von Lebensmitteln erhalten (extended packaging) oder dass auf ihrem Smartphone Coupons eingegangen sind, die sie ohne „Medienbruch“ direkt einlösen können. Vor allem die Verbindungsgeschwindigkeit und der Reifegrad der Anwendung sind es, die den Besuch im Supermarkt ersetzen können. Gleichzeitig kann das Smartphone bei Einkäufen als Navigationsgerät zum und im Supermarkt dienen. Neueste Smartphones bieten außerdem die Möglichkeit zum mobilen Bezahlen und Selbst-Scannen der einzelnen Artikel. Je mehr Annehmlichkeiten sich für den Konsumenten ergeben, desto stärker werde der mobile Einkaufskanal tatsächlich genutzt.

www.adlittle.com

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