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Sprengt Apple die Gesetze der Markenführung?

Letzter Beitrag 09-10-2007, 12:01 von asw-user. 3 Antworten.
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  •  02-10-2007, 11:56 93

    Sprengt Apple die Gesetze der Markenführung?

    Sprengt Apple die Gesetze der Markenführung?

    In einer Zeit, in der Marketing-Controller das Terrain der Marketing-Direktoren mit hartnäckigen Fragen bedrängen, gilt es, den Return on Investment in der Markenführung stärker zu beachten als je zuvor. Die Frage nach einer neuen Ökonomie der Markenführung ist gestellt. Einer dieser neuen Trends war im letzten Jahrzehnt der Ausbau von Mono-Marken zu Dachmarken. Die führenden globalen Markenartikler verabschiedeten sich von einer Politik der Monomarken und schwenkten auf Familien- oder Dachmarken um.

    Was ist Ihre Meinung?

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  •  03-10-2007, 10:20 94 Antwort zu 93

    AW: Sprengt Apple die Gesetze der Markenführung?

    Ein "i" zu viel! Kurzfristig sieht es aus, dass die Marke Apple im Hype um den iPod enorm tragfähig ist. Dies ist der Halo-Effekt rund um den Erfolg des iPods. Langfristig gesehen ist die Gefahr groß, dass Apple die Marke überdehnt (hat). So wäre es besser gewesen, statt dem iPhone die nächste Generation des iPods zu präsentieren. Denselben Fehler machte auch Motorola im Hype rund um den Erfolg des Razrs. Statt Razr zur Handymarke des Konzerns zu machen, verzettelte man sich mit zu vielen Modellen. Kurzfristig wird Markendehnung immer als Erfolg dargestellt. Wenn man nach längerer Zeit wieder einen Blick auf die meisten gedehnten Marken wirft, entdeckt man, dass die überdehnt wurden. So erging es IBM, so ergeht es Milka. So wird es Nivea und auch Apple ergehen. Fazit: Man sollte sich nie von den kurzfristigen Erfolgen blenden lassen, denn Markenerfolg misst man nicht in Monaten, sondern in Jahren und Jahrzehnten.

     Mit besten Grüßen

    Michael Brandtner, Focusing-Consultant und Autor des Buches "Brandtner on Branding"

  •  09-10-2007, 12:00 96 Antwort zu 94

    AW: Sprengt Apple die Gesetze der Markenführung?

    Ein schönes und spannendes Thema. Steht das „i“ vielleicht für Integration? - Der Schritt von Apple, eine (Nischen-)Rolle bei Kommunikationsgeräten spielen zu wollen, ist schlüssig und konsequent. Es handelt sich beim iPhone zwar um eine mutige Diversifikation, aber in einer Langzeitbetrachtung wird sich, so denke ich, zeigen, dass das mobile Telefon keiner Markendehnung im herkömmlichen Sinne entspricht, sondern vielmehr ein Modell zur Integration der anderen Apple-Produkte sein wird. iPod, iTunes, Safari und Mac-Anwendungen sind bereits entsprechend im iPhone vorhanden und werden in Zukunft wenigstens das iPod als einzelnes Gadget ablösen können. Unabhängig von der Preis- und Produktpolitik der Dachmarke Apple und seiner Produkte steht das iPhone für eine Markenpositionierung, die ursprüngliche Anwendungen des Rechners mobil gemacht hat und nebenher weitere Ziel- und Fangruppen ansprechen wird. Inkonsequent aber derzeit scheinbar unumgänglich ist lediglich der Vertriebsweg, über feste Mobilfunkanbieter gehen zu müssen.

    Viele Grüße, Benjamin Pauwels, sesaMedia-Kommunikation

    PS: Weiterer Lesetipp zum iPhone im kommunikationsblog.de, Beitrag: „Das Göttliche und das Profane“

        

  •  09-10-2007, 12:01 97 Antwort zu 94

    AW: Sprengt Apple die Gesetze der Markenführung?

    Ein schönes und spannendes Thema. Steht das „i“ vielleicht für Integration? - Der Schritt von Apple, eine (Nischen-)Rolle bei Kommunikationsgeräten spielen zu wollen, ist schlüssig und konsequent. Es handelt sich beim iPhone zwar um eine mutige Diversifikation, aber in einer Langzeitbetrachtung wird sich, so denke ich, zeigen, dass das mobile Telefon keiner Markendehnung im herkömmlichen Sinne entspricht, sondern vielmehr ein Modell zur Integration der anderen Apple-Produkte sein wird. iPod, iTunes, Safari und Mac-Anwendungen sind bereits entsprechend im iPhone vorhanden und werden in Zukunft wenigstens das iPod als einzelnes Gadget ablösen können. Unabhängig von der Preis- und Produktpolitik der Dachmarke Apple und seiner Produkte steht das iPhone für eine Markenpositionierung, die ursprüngliche Anwendungen des Rechners mobil gemacht hat und nebenher weitere Ziel- und Fangruppen ansprechen wird. Inkonsequent aber derzeit scheinbar unumgänglich ist lediglich der Vertriebsweg, über feste Mobilfunkanbieter gehen zu müssen.

     

    Viele Grüße, Benjamin Pauwels, sesaMedia-Kommunikation


    PS: Weiterer Lesetipp zum iPhone im kommunikationsblog.de, Beitrag: „Das Göttliche und das Profane“

        

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