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Apple und die Angst vor den ersten echten Verkaufszahlen der Apple Watch

Tim Cooks Apple Watch

Am heutigen Dienstag nach Handelsschluss ist es so weit: Apple legt seine neuste Quartalsbilanz vor – und die Wall Street hält die Luft an. Konsens ist: CEO Tim Cook wird ein erneutes Rekordquartal verkünden. Doch ist gut diesmal gut genug? Wieder einmal hängt für Apple alles am iPhone. Akzente setzen könnte indes auch die Apple Watch – wenn Tim Cook denn Auskunft über die Verkäufe gibt.

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Die nächsten Rekorde sind fest eingeplant: Wenn Apple nach Handelsschluss sein neuestes Zahlenwerk für das abgelaufene Juni-Quartal vorlegt, ist für die Wall Street ein neuer Bestwert Konsens. Die Frage ist nur: Wie viel besser als im Vorjahr fällt die Bilanz aus?

Die Analysten sind zuletzt immer optimistischer geworden: Die Konsensschätzungen liegen bei Umsätzen in Höhe von 49,26 Milliarden Dollar nach 37,43 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Das entspräche einem stolzen Erlöszuwachs von mehr als 31 Prozent.

Analysten rechnen mit 40 Prozent mehr Gewinn

Noch dynamischer sollen die Nettogewinne zulegen: Der Durchschnitt der befragten Analysten rechnet mit einem Gewinn je Anteilsschein von 1,80 Dollar; im Vorjahr waren es noch 1,28 Dollar je Aktie. Apple hätte damit zwischen Anfang April und Ende Juni einen gleich 40 Prozent höheren Gewinn eingefahren und mutmaßlich unter dem Strich über 10 Milliarden Dollar verdient.

Zum Vergleich: Googles Gewinne zogen im gleichen Zeitraum lediglich um 17 Prozent an – die Umsätze gerade mal um 11 Prozent. Was mit der Aktie passierte, ist bekannt: Die Quartalsbilanz löste am Freitag den größten Wertzuwachs aus, den ein Unternehmen jemals an der Wall Street erzielt.

Börsenreaktion bei Apple höchst unberechenbar

Bedeutet das im Umkehrschluss nun, dass Apple-Aktionäre für Dienstagabend um 22.30 Uhr deutscher Zeit die Sektfalschen schon kaltstellen können? Eher nicht: Die Wall Street reagiert seit jeher auf die Quartalszahlen vom iKonzern höchst unberechenbar.

Bei Vorlage der jüngsten Bilanz gelang Apple ein weiteres sogenanntes „Blowout“-Quartal – ein Quartal, das die Analystenschätzungen nur so wegblies. Was folgte? Die Apple-Aktie fiel nach einem kleinen Anstieg in den folgenden Handelstagen schnell um 5 Prozent zurück und hat sich bis heute nicht von dem Kursrutsch nach der Bilanzvorlage erholt.

Wie gut verkaufte sich die Apple Watch?

Das Hauptaugenmerk von Aktionären und Analysten dürfte abermals fast ausschließlich auf den iPhone-Verkäufen liegen, die inzwischen fast drei Viertel der Konzernumsätze und -gewinne ausmachen. Bei 49,4 Millionen Einheiten liegen die Schätzungen im Vorfeld – vor einem Jahr waren es noch 35,2 Millionen verkaufte Exemplare.

Zum Zünglein an der Waage könnte unterdessen eine neue Produktsparte werden, die erstmals in die Konzernbilanz miteinfließt, wenn sie denn kommuniziert wird: die Apple Watch. Seit dem Launch am 22. April schweigt sich Apple-CEO Tim Cook nämlich beharrlich über Verkaufszahlen aus.

Nachdem zuletzt immer enttäuschendere Verkaufszahlen kolportiert wurden, haben Analysten ihre Schätzungen im ersten Verkaufsquartal auf 4 Millionen Einheiten heruntergestuft. Damit wäre die Apple Watch kurioserweise aber immer noch das Produkt mit dem besten Verkaufsstart in Cupertino: zu schlagen sind 3,27 Millionen Einheiten, die das iPad vor fünf Jahren im ersten Startquartal absetzen konnte.

 

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