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Apple Music vs. Spotify: Alle Fakten zum Start des neuen Apple-Dienstes

Orientiert sich Apple Music an Spotify? Preislich schon. Spotify kostet monatlich 9,99 Euro – Apple Music 9,99 US-Dollar

Es ist so weit: Nun startet der neue Musik-Streamingdienst Apple Music und lockt mit drei Monaten Gratis-Testphase – das Angebot dürfte dem Konkurrenten und aktuellen Marktführer Spotify ordentlich zusetzen. Welche wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben die zwei Dienste?

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Von Nora Burgard-Arp

Der Spotify-Deutschland-Chef Stefan Zilich hat keine Angst vor Apple Music. Im Gespräch mit MEEDIA betonte er: „Wenn immer die mit dem meisten Geld gewinnen würden, würden wir alle mit Nokia-Handys telefonieren, uns über Google+ vernetzen und mit dem Internet Explorer surfen.“

Doch tatsächlich ist das Potenzial des neuen Apple-Streamingdienstes enorm: Immerhin gibt es aktuell 800 Millionen Apple-Kunden, die ab dem 30. Juni einfach das Update iOS 8.4, das ebenfalls ab Dienstagnachmittag zur Verfügung steht, installieren – und somit Kunde bei Apple Music werden könnten. Außerdem soll der Service in mehr als 100 Ländern verfügbar sein.

Wie funktioniert Apple Music?

Apple Music beinhaltet sowohl einen Streamingdienst, bei dem die Songs direkt online abgespielt werden können als auch das eigene kostenlose Internet-Radio Beats 1. Bislang war es für Apple-Nutzer lediglich möglich, Musik im iTunes-Store zu kaufen. Nachdem sie ein Abo abgeschlossen haben, sollen die Nutzer Zugriff auf das gesamte Musikangebot von Apple haben und sich entscheiden können, ob sie die Musik streamen oder herunterladen wollen. Apple Music zeichnet sich vor allem durch zwei weitere Funktionen aus: „For You“ und „Connect“. Dank „For You“ bekommt der Nutzer Musik-Empfehlungen anhand seiner zuletzt heruntergeladenen Songs und Alben. Das Unternehmen betont, diese Playlisten würden nicht von Algorithmen zusammengestellt, sondern von Apples Musikredaktion. „Connect“ funktioniert wie ein Soziales Netzwerk: Die Künstler treten über diese Funktion mit ihren Fans in Kontakt und ihnen Zusatzinformationen zu den Songs zur Verfügung stellen.

Auf welchen Geräten laufen die Dienste?

Apple Music läuft nach dem Update auf iOS 8.4 auf allen Apple Geräten – inklusive der iWatch. Spotify hingegen ist auf jeder Hardware nutzbar. Im Herbst 2015 will Apple außerdem eine Android-App launchen.

Was kosten die Abos?

Spotify kostet monatlich 9,99 Euro – Apple Music orientiert sich daran und stellt seinen Dienst für 9,99 US-Dollar zur Verfügung. Das Familienabo bei Apple hingegen ist deutlich günstiger als beim aktuellen Marktführer: Für knapp 15 Dollar im Monat können bis zu sechs Familienmitglieder ein Abo nutzen; bei Spotify hingegen zahlt jedes Familienmitglied die Hälfte des Abopreises. Die genauen deutschen Preise für Apple Music sind noch nicht bekannt.

Wie groß ist die Musikauswahl?

Spotify hat fast 30 Millionen Songs im Programm und auch Apple wirbt mit dieser Menge an Titeln. Apples großer Vorteil: Viele Superstars könnten ihre Musik in Zukunft exklusiv dort Music bereitstellen. Zum Start des Dienstes ist zum Beispiel schon Pharell Williams neue Single „Freedom“ zunächst nur bei Apple Music zu hören. Vor wenigen Wochen war es zunächst zu Protesten gekommen, als Taylor Swift sich darüber beschwerte, dass die Künstler während der dreimonatigen Testphase nicht bezahlt würden. Apple ruderte daraufhin zurück und sicherte den Musikern auch während dieser Zeit eine Entlohnung zu.

Was ist Beats I?

Das kostenlose Internetradio sendet live in den USA und in Großbritannien. Sowohl DJ Zane Lowe, Rapper Drake als auch Dr. Dre und Elton John werden eigene Shows bei Beats 1 moderieren. Das erste Interview führt Zane Lowe mit Eminem.

Wie viele (potenzielle) Nutzer gibt es?

Den potenziellen 800 Millionen Apple-Music-Kunden stehen 60 Millionen aktive Spotify-Nutzer gegenüber. Davon zahlen allerdings aktuell nur 25 Prozent, also 15 Millionen Nutzer. Die Kaufbereitschaft der Apple-Kunden dürfte hier höher sein – da sie sowieso schon daran gewöhnt sind, im iTunes-Store für Musik zu zahlen.

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