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Apple-Chef Cook im Modus Größenwahn: „Die Welt besser zurückzulassen als wir sie vorgefunden haben“

Apple-CEO Tim Cook auf der Digitalkonferenz WSJD

Neues Interview von Tim Cook: Der Apple-CEO wurde auf der vom Wall Street Journal veranstalteten Digitalkonferenz WSJD von Chefredakteur Gerard Baker zum Stand der Dinge im Apple-Imperium befragt. Eine Woche vor Bekanntgabe der neuen Quartalsbilanz ließ Cook Wasserstandsmeldungen durchblicken. So zögen die Verkäufe der Apple Watch an, während sich zum neuen Streaming-Dienst Apple Music 6,5 Millionen zahlungswillige Abonnenten angemeldet haben

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Alles gut, supersupergut: Wenn man in Sachen Guter-Laune-Rhetorik zwischen Bayern-Trainer Pep Guardiola und Apple-CEO Tim Cook entscheiden müsste – es wäre wahrlich ein harter Zweikampf. Wie sehr der Chef des wertvollsten Konzerns der Welt das Mantra des maximalen Optimismus verinnerlicht hat, war wieder einmal auf der vom Wall Street Journal veranstalteten WSJD-Konferenz zu hören. Die Welt des Apple-Chefs sieht so aus:

– Apple Watch: „Wir sehen unerreichte Kundenzufriedenbei der Apple Watch.“
– Apple TV:  „Das neue Apple TV ist die Grundlage für die Zukunft des Fernsehens“.
– iPhone 6s: „3D Touch ist unglaublich.“
Apple Music: „Apple Music gibt mir ein Gefühl, für das es in meinem Vokabular kein Wort gibt.“
– Unternehmenskultur: „Wir wollen etwas zurückgeben. Unsere Unternehmenskultur besteht darin, die Welt besser zurückzulassen als wir sie vorgefunden haben.“

In anderen Worten: So klingt der Traum jeder PR-Abteilung, die ihrem Chef ein paar Superlative vorformuliert hat.

Apple Watch-Verkäufe ziehen an

Chefredakteur Gerard Baker mühte sich nach Kräften, dem Apple-CEO Neues zu entlocken. Doch Cook parierte und wollte weiterhin keine genauen Angaben zu den Apple Watch-Verkäufen geben.

„Das sind Wettbewerbsinformation. Ich will der Konkurrenz nicht helfen“, wiederholte Cook seine Verschwiegensrhetorik, ohne zu erklären, warum  Apple für die anderen bedeutenden Produktkategorien – das iPhone, das iPad, den Mac – die Absätze von Quartal zu Quartal bis auf die zweite Nachkommastelle ausweist.

Immerhin warf der Apple-Chef Baker einen Knochen hin: „Wir haben eine ganze Menge im ersten Quartal verkauft. Im letzten Quartal haben wir noch mehr verkaufet. Und ich sage voraus, dass wir in diesem Quartal nochmals mehr verkaufen“, versuchte Cook die Erfolgsstory weiter zu drehen. Alles andere wäre allerdings auch eine echte Enttäuschung, zumal die Apple Watch offiziell Ende April online bestellbar, tatsächlich aber erst im Juni in den Apple Stores zu kaufen und erst im dritten Kalenderquartal in vielen Ländern erhältlich war. Und dass Apple im so wichtigen Weihnachtsquartal mehr Smartwatches absetzten wird als in den beiden vorangegangen Quartal, dürfte nun auch nicht größte Überraschung sein.

Apple TV soll in den USA am 30. Oktober in den Handel kommen

Zwei substanzielle Informationen hatte Cook bei dem knapp einstündigen Interview dann doch noch zu verkünden. Die  neue Set-Top-Apple TV kann nächsten Montag in den USA vorbestellt werden und soll Ende der Woche, also am 30. Oktober, ausgeliefert werden. „Der Startschuss ist abgefeuert“, rührt Cook zur Revolutionierung des Wohnzimmers die Werbetrommel.   Ob das Launchdatum auch für Deutschland gilt, ist noch unklar. Zuletzt war als Erscheinungstag der 5. November im Gespräch. Angeblich 179 bzw. 239 Euro soll Apples Set-Top-Box in Deutschland kosten, war gestern beim Apple-Händler Cyberport zu lesen.

Apple Music mit 15 Millionen Abonnenten – 6,5 Millionen zahlen

Zu erfahren waren ebenfalls Neuigkeiten zum im Juli gestarteten Streaming-Dienst Apple Music, der nach Ablaufen des dreimonatigen Probezeitraums für viele Tester ab Oktober kostenpflichtig geworden war. Nachdem Apple Anfang August verkündete hat, dass sich 11 Millionen Nutzer registriert haben, ist das Interesse offenkundig inzwischen abgeebbt.

15 Millionen Mitglieder verzeichne Apple Music inzwischen, erklärte Cook Baker – 8,5 Millionen davon befänden sich aktuell in der Testphase. 6,5 Millionen Apple-Kunden haben sich also inzwischen dafür entschieden, für Apple Music zumindest 9,99 Dollar / Euro zu zahlen.

Und dann war da noch der Versuch von Gerard Baker, Tim Cook etwas Neues zum mutmaßlichen Apple-Auto zu entlocken – schließlich scheint das Wall Street Journal seit Monaten in der Sache die besten Kontakte zu besitzen. Cook lachte die Nachfragen von Baker einfach weg und fragte schließlich: „Haben Sie zu viel getrunken?“ Der Apple-Chef war auch schon mal verkrampfter.

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