Suche

Anzeige

Tim Cook verurteilt Facebook & Co. für ihre Datenschutzpolitik: „Ein Haufen Quatsch“

In einem umfassenden Interview mit Vice News wies der Apple-CEO die Internetgiganten für ihre Datenschutzpolitik zurecht: „Einige Unternehmen wollen Euch glauben machen: Wir müssen Eure Daten sammeln, um unseren Dienst besser zu machen. Glaubt ihnen nicht. Wer immer das behauptet, verbreitet einen Haufen Mist".

Anzeige

Von 

Gegenüber Vice News-Moderatorin Elle Reeve erklärte der Apple-Chef:  „Privatsphäre ist eine der wichtigsten Angelegenheiten des 21. Jahrhunderts”, erklärt Cook. „Ich sehe es als Menschenrecht an.”

Angesprochen auf die enorme Sicherheitslücke bei Facebook, durch die in der vergangenen Woche mindestens 50 Millionen Nutzerprofile entblößt wurden, erklärte der 57-Jährige, ein solcher Fauxpas wäre bei Apple nicht möglich.

„Wir sind im Geschäftsfeld, in dem wir ein detailliertes Profil unserer Nutzer aufbauen. (…)  Wir lesen nie eure Emails oder Messages. Du bist nicht das Produkt”, wiederholte Cook Apples Mantra.  Technologie sei weder gut noch schlecht, es liegt vielmehr am Erfinder, was man damit anstelle.

Cooks Kritik an den Social Media-Diensten ist nicht neu. Im Frühjahr hatte sich Cook in der Causa Cambridge Analytica klar positioniert. „Die Möglichkeit, dass jeder weiß, welche Seiten du jahrelang besucht hast, wer deine Kontakte sind, wer deren Kontakte sind, welche Dinge man mag oder nicht mag und jedes intime Detail deines Lebens kennt – das sollte meiner Meinung nach nicht existieren“, hatte der Apple-Chef auf dem China Development Forum in Peking Ende März gesagt.

“So wenig Daten wie möglich zu sammeln und sorgfältig und respektvoll zu sein”

Wenig später legte der Apple-Chef noch einmal nach. In einem MSNBC-Interview erklärte Cook auf die Frage, was er denn tun würde, wenn er sich in der Position von Mark Zuckerberg befände, trocken: „Ich wäre nicht in dieser Position.“

Auch auf der Abschlussfeier der Duke University in Mai adressierte Cook Apples Haltung beim Schutz von Daten und Privatsphäre klar. „Wir lehnen die Anschauung ab, dass man nur dann das Beste aus der Technologie herausholen kann, wenn Nutzer ihr Recht auf Privatsphäre abgeben. Deshalb wählen wir einen anderen Weg: So wenig Daten wie möglich zu sammeln und sorgfältig und respektvoll zu sein, wenn die Privatsphäre in unserer Obhut ist. Weil uns bewusst ist, dass die Daten Ihnen gehören“, erklärte Cook mit unausgesprochenem Verweis auf Facebooks jüngsten Datenskandal.

Digital

Tik Tok-Hype: diese App lässt Teenager durchdrehen

Man muss nicht alles verstehen: Welche App erreicht über eine halbe Milliarde Nutzer mit Videoschnipseln, in denen Teenager so tun, als würden sie Popsongs nachsingen? Facebook? Instagram? Snapchat? Weit gefehlt! Tik Tok ist die App der Stunde – zumindest für Jugendliche. In Deutschland bis zur Übernahme als Musical.ly bekannt, explodiert die Viral-App unter dem neuen Besitzer Bytedance vor allem in Asien weiter – und fasziniert die werbertreibende Wirtschaft. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Facebook droht Milliarden-Datenschutzstrafe in den USA 

Facebook könnte sich laut einem Zeitungsbericht auf eine Milliardenstrafe in den USA einlassen, um…

Nach Kritik von Politikern und Anwohnern: Amazon streicht Plan für zweites Hauptquartier in New York 

Amazons Suche nach einem „zweiten Hauptquartier“ in den USA ist zu einem landesweiten…

Levi’s 2. Börsengang: Warum die Jeans-Kultmarke in der launigen Modeindustrie weiter profitabel ist

Es ist der Inbegriff der Jeans: Levi's. Das vor 145 Jahren gegründete US-Unternehmen…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige