Suche

Anzeige

„Apple bezahlt Taylor Swift“: Die lukrative Beziehung zwischen Superstar und Mega-Konzern

Swift und Apple machen gemeinsame Sachen

Die erfolgreichste Popsängerin dieser Tage und der erfolgreichste Konzern der Welt – das passt einfach. Nach leicht zickigem Start haben Taylor Swift und Apple dieses Jahr schnell zueinander gefunden und zelebrieren immer unverhohlener ihre Geschäftsbeziehung. Neuster Liebesbeweis: Die Swift launcht ihren neuen Konzertfilm nächste Woche exklusiv auf Apples Streaming-Dienst

Anzeige

Von

Es ist Liebe auf den zweiten Blick: Taylor Swift und Apple, da haben sich zwei Branchenschwergewichte gefunden – das All American Girl und die All American Company (Apples neue Programmiersprache heißt wie die US-Popsängerin.)

Dabei begann alles mit einer echten veritablen Zickerei: Weil Apple sich zunächst weigerte, Künstler während der kostenlosen dreimonatigen Testphase von Apple Music zu bezahlen, setzte Swift zu einer ihrer berühmt-berüchtigten Abrechnungen an.

„Ich finde das schockierend, enttäuschend und ganz und gar untypisch für dieses progressive und großzügige Unternehmen“, wurde Swift dramatisch. „Wir fragen ja auch nicht nach Gratis-iPhones. Dann frag uns auch nicht nach kostenloser Musik“, landete die erfolgreichste Popsängerin der letzten zwölf Monate einen echten Wirkungstreffer, der Apple prompt zur Rolle rückwärts veranlasste und die einstige Country-Chanteuse zumindest für einen Sommer wie die mächtigste Frau der Popbranche aussehen ließ (dann kam Nicki Minaj.)

„Werden sie jetzt mein iPhone sperren?“

Ein halbes Jahr später hat die Swift den dramatischen Anfang noch einmal Revue passieren lassen – natürlich auf Apples Haus-Radio-Sender Beats. Gegenüber Star-DJ Zane Lowe erklärte die inzwischen 26-Jährige, wie sie nach ihrem legendären Blogeintrag wie kleines Mädchen gelitten habe.

„Da war plötzlich die überwältigende Angst: Werden sie jetzt mein iPhone sperren? Machen sie jetzt die Videokamera an? Sehen sie gerade zu? Wird morgen meine Musik von iTunes verschwinden? Es war echter Terror“, äußert Swift allen Ernstes totalitäre Sorgen, die so gar nicht nach der toughen Geschäftsfrau klingen, die es nicht nur mit Verflossenen, sondern auch immer wieder mit der Internet-Industrie aufnimmt.

Hochglanz-Konzertfilm exklusiv bei Apple Music

Doch natürlich ist die Swift wieder schnell beim Geschäftlichen. Passend zu ihrem 26-jährigem Geburtstag präsentierte die Instagram-Queen ihren Fans dann auch noch eine schöne Überraschung in Form eines kurzen Videos, das wiederum ein Appetithäppchen für etwas Größeres ist:

Taylor Swifts enorm erfolgreiche Welttournee „1989“, die bislang über 200 Millionen Dollar eingespielt hat, wird nächste Woche Tour im Konzertmitschnitt zu sehen sein – natürlich exklusiv auf Apple Music und damit auch auf Apple TV.

Der iKonzern kann damit innerhalb einer Woche das nächste prestigeträchtige Argument für seinen im Sommer gestarteten Streaming-Dienst verbuchen: Zuletzt hatte Coldplay das neue Album „A Head Full of Dreams“ nur auf kostenpflichtigen Streamingdiensten wie Apple Music gelauncht – und dem Marktführer Spotify damit vorenthalten. Selbstredend, dass Swift den Schweden („Ein Start-up ohne Cashflow“) auch diesmal die lange Nase zeigt

re/code: Apple bezahlt Taylor Swift

„Apple sichert sich den Zugang zu einem der größten Popstars, um im Weihnachtsgeschäft für Apple Music zu werben“, sieht Peter Kafka vom Techportal re/code einen erheblichen Imagegewinn für den Konzern. Wie Kafka bei re/code herausarbeitet, dürften die Liebesbekundungen in Richtung Cupertino allerdings kaum durch vorweihnachtlichen Überschwang zustande gekommen.

„Meinen Quellen zufolge wird Taylor Swift dafür bezahlt, und ich nehme an, der Zugang zu einem der größten Weltstars ist nicht ganz billig“, ist sicher Kafka sicher. Am Ende ist es also womöglich doch nicht die ganz große Liebe zwischen Apple und der Swift – sondern eine Zweck-, d.h. für beide eine Zugewinngemeinschaft. Wieder eine Illusion weniger.

Kommunikation

Ein Sieger, Eine Konferenz, eine Party: Die Bilder-Galerie zum 45. Deutschen Marketing Tag

Mit rund 1.500 Besuchern konnte der Deutsche Marketing Tag die Teilnehmerzahlen der letzten Jahre übertreffen. Mit 70 hochkarätigen Referenten in Round-Tables, Key Notes und Fachforen hat sich der Kongress zum Branchen-Event des Jahres für Marketing-Entscheider und -Profis entwickelt. Hier ein paar Eindrücke von den zwei Tagen in Hannover mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

„Schwerwiegende Konsequenzen“: China bestellt nach Festnahme von Huawei-Finanzchefin Meng Botschafter der USA und von Kanada ein 

Chinas Regierung hat nach dem Vertreter Kanadas auch den Botschafter der USA einbestellt,…

Ein Sieger, Eine Konferenz, eine Party: Die Bilder-Galerie zum 45. Deutschen Marketing Tag

Mit rund 1.500 Besuchern konnte der Deutsche Marketing Tag die Teilnehmerzahlen der letzten…

Roundtable Teil 1: „Gutes Marketing braucht keinen Vertrieb“ – über Glaubenssätze, Influencer-Marketing und den Facebook-Abgesang

Influencer-Marketing boomt – und sieht sich zugleich Kritik wie auch Anfeindungen ausgesetzt. Beim…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige