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Neuer Name: Folgt AOL jetzt Googles Beispiel?

Allie Kline von AOL

Als der US-Mobilfunkriese Verizon den Online-Dino AOL im vergangenen Jahr schluckte, ging ein Kapitel Internet-Geschichte zu Ende. AOL hatte zu seiner Blütezeit als Internet-Provider allein über 30 Millionen Abonnenten weltweit. Doch nach der Fusion mit dem Medienkonzern Time Warner platzte 2009 die Internet-Blase. Kann ein neuer Markenname neue Erfolge bringen?

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Viele benutzen AOL als ihren Mail-Dienst, haben aber absolut keine Ahnung, dass AOL auch die Huffington Post besitzt oder die Tech-News-Website TechCrunch. Auch die amerikanische Frauen-Website Makers, den Gadget-Blog Engadget und Kartendienst MapQuest gehören zu AOL. Marketingchefin Allie Kline denkt daher laut darüber nach, den Namen AOL aufzugeben. Der Name erzeuge eine zu große Diskrepanz zwischen der Muttergesellschaft und allen anderen Marken, die zu AOL gehören.

„Es ist eine harte Entscheidung“

Für Kline ist der Markenname die Herausforderung für das Jahr 2016. Sie will herausfinden was wirklich zur Marke passt – auch wenn das bedeutet den weltweit gelernten Markennamen „AOL“ zu beerdigen. „Ich will eigentlich gar nicht, dass der Name AOL eine schlechte Wahl ist“, erzählt sie Business Insider. “ Werden wir die Marke von AOL halten oder werden wir eine neue Marke auf den Markt bringen? Darüber machen wir uns Gedanken,“ sagt sie weiter. „Wenn Sie mich heute fragen , würde ich sagen: `Ich fühle, dass die Marke AOL eine große Bedeutung hat und wir sollten sie nicht aufgeben.` Aber wenn wir morgen reden, könnte ich auch anders denken und sagen: `Ja! Wir brauchen einen neuen Namen!` Es ist eine sehr harte Entscheidung.“

Google setzt auch auf neuen Namen

Zuletzt nannte Google als internationaler Internetkonzern seine Dachmarke in „Alphabet“ um. Der Zweck dahinter sei, eine „anonyme“ Holdingmarke zu schaffen, unter der dann verschiedenste Marken und Unternehmen mit verschiedensten Schwerpunkten – vom selbstfahrenden Auto über Drohnenlieferdienste bis hin zu intelligenten Kontaktlinsen für Diabetiker – positioniert werden können. Konzerne wie Procter & Gamble oder Unilever versuchen derweil, ihre Unternehmensmarken mit sogenannten Dachmarken-Werbekampagnen bei den Konsumenten bekannter zu machen.

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