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Anbieter verschaffen sich in erster Linie Bekanntheit

Egal wie viel Eon in seine Kampagne buttert oder Yellow Plakatwände in leuchtendem Gelb erstrahlen läßt. Das Interesse der Verbraucher läßt sogar für den eigenen Stromanbieter und dessen Strompreise zunehmend nach.

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Wußten im vergangenen Jahr noch rund 45 Prozent der Bundesbürger, was der Strom kostet, so sind es jetzt nur noch 38 Prozent. Zudem wissen rund 16 Prozent der bundesdeutschen Energiekunden nicht, von welchem Stromversorger sie ihren Strom beziehen. Gleichzeitig lässt auch das Interesse an alternativen Energiequellen nach. Während im August 1999 noch über die Hälfte (53 Prozent) der Stromkunden großen oder etwas Wert auf Ökostrom legten, sind es im August 2002 nur noch 42 Prozent. Dies sind die Ergebnisse der Studie TrendProfile der Zeitschrift Stern zum Thema »Strom«. Die Studie, für die rund 2.000 Personen befragt wurden, ist repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung ab14 Jahren.

Ökostrom-Freunde sind insgesamt wechselbereiter als andere Stromkunden. Nach der Stern-Studie kann jeder zweite (51 Prozent) an alternativer Energie interessierte Kunde sich vorstellen, seinen Stromanbieter zu wechseln. In der Gesamtbevölkerung hingegen sind nur 39 Prozent potenzielle Wechsler. Davon haben sich in diesem Jahr bisher allerdings nur knapp vier Prozent tatsächlich zu einem Wechsel entschlossen. Größter Anreiz sind dabei die Kostenersparnisse: 45 Prozent der Verbraucher gaben an, schon bei einer Preissenkung von bis zu 10 Prozent wechseln zu wollen. Insgesamt setzen sich wechselbereite Konsumenten stärker mit ihren Energiekosten auseinander und kennen sich unter den Anbietern besser aus.

Grundsätzlich helfen die Kampagnen bei der Bekanntheit. So ist die Firma Eon nach wie vor der bekannteste Stromanbieter in Deutschland. Das Energieunternehmen steigerte seine Bekanntheit gegenüber März 2001 sogar deutlich von 69 auf 80 Prozent. Auf Platz zwei liegt Yello mit 60 Prozent, gefolgt von RWE mit 51 Prozent. Stellt sich die Frage, inwieweit die Bekanntheit den teilweise im Aufbau befindlichen Marken nutzt.

Die Ausarbeitung der Studie Stern-TrendProfil »Strom« steht im Internet unter www.trendprofile.stern.de zum Download bereit.

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