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Amazon-Quartalszahlen: Jeff Bezos begeistert die Wall Street
 mit Gewinn-Explosion

E-Commerce-Milliardär und Unterhaltungs-Gigant: Amazon-Gründer Jeff Bezos

Einen Tag, nachdem Facebook die Wall Street mit einem starken Zahlenwerk begeistert hatte, konnte nun auch Internet-Pionier Amazon Anleger elektrisieren. Um zwölf Prozent sprang die Aktie des E-Commerce-Riesen nach oben, zum Treiber wurde wieder einmal die Cloud-Sparte.

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Die US-Quartalssaison bleibt ein Alles-oder-Nichts-Spiel: Zuerst kamen bei Vorlage der neusten Zahlenwerke Netflix, dann Google-Mutter Alphabet und Microsoft unter die Räder –  dann brachen auch die Anteilsscheine von Apple nach enttäuschenden Quartalszahlen rasant ein, während Twitter für sein Zahlenwerk die bislang höchsten Verluste von mehr als 16 Prozent einstecken musste.

Dass die Börse aber auch starke Ergebnisse belohnt, machte gestern Facebook mit einem Plus von neun Prozent vor. Internet-Pionier Amazon setzt nun noch ein Ausrufezeichen drauf: Die Aktie schießt nachbörslich gar um 12 Prozent nach oben und ist bei 675 Dollar nur noch knapp von neuen Bestmarken entfernt.

Gewinn explodiert

Auslöser für die Kursexplosion ist eine nach jeder Lesart bessere Quartalsbilanz. So setzte Amazon zwischen Anfang Januar und Ende März nun schon 29,1 Milliarden Dollar um – die Wall Street hatte lediglich mit 28 Milliarden  Dollar gerechnet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum zogen die Erlöse  damit um beindruckende 28 Prozent an.

Noch rasanter entwickelte sich der Gewinn des Internet-Dinos, auf den Konzernchef Jeff Bezos zugunsten des Wachstums lange Zeit verzichtet hatte: Nach einem Verlust von 57 Millionen Dollar im Vorjahr konnte Amazon unter dem Strich nunmehr 513 Millionen Dollar oder 1,07 Dollar je Aktie ausweisen. Aktionäre hatten lediglich mit 0,58 Dollar gerechnet.

Cloud-Sparte AWS allein für Gewinn verantwortlich

Treiber der enormen Geschäftsdynamik war wieder einmal die rasant wachsende Cloud-Computing-Sparte AWS (Amazon Web Services),  die abermals um 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegte und nun bereits  mehr als 2,57 Milliarden Dollar erlöste. Die Analystenschätzungen, die bei 2,53 Milliarden gelegen hatten, wurden damit leicht geschlagen.

Für Jeff Bezos ist AWS der Goldesel, auf den Amazon in seiner nunmehr fast 22-jährigen Unternehmenshistorie hat lange warten müssen: Mit einem Plus von 604 Millionen Dollar rettet die Cloud-Sparte dem E-Commerce-Riesen im Alleingang den weiter wachsenden Profit. Bereits zum vierten Mal hintereinander konnte Amazon nunmehr schwarze Zahlen vorlegen.

Die Wall Street belohnte die erfreuliche Geschäftsentwicklung mit Kursaufschlägen von 12 Prozent. Bei 675 Dollar im nachbörslichen Handel notiert Amazon nur noch knapp unter Allzeithochs und ist bereits 318 Milliarden Dollar wert.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf meedia.de

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