Suche

Werbeanzeige

Amazon gibt Preisparität endgültig auf

Das Bundeskartellamt hat das Verfahren gegen den Internethändler Amazon wegen der Durchsetzung der Preisparität im Amazon Marketplace heute eingestellt, nachdem das Unternehmen die Vorgaben des Amtes erfüllt hat.

Werbeanzeige

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, erklärt: „Vor Einstellung des Verfahrens wollten wir uns vergewissern, dass die Abschaffung der Preisparität auch wirklich sichergestellt ist. Wir haben daher die rechtlich verbindliche Streichung der Preisparität aus den Vertragsbedingungen aller Händler gefordert sowie eine unmissverständliche Mitteilung an die Händler über die Änderung der Bedingungen und des Verhaltens von Amazon zur Durchsetzung der Preisparität. Diese Vorgaben hat Amazon nunmehr erfüllt.“

Die Umsetzung der Maßnahmen wurde von Amazon-Händlern gegenüber dem Bundeskartellamt ausdrücklich bestätigt, wie Mundt weiter betont. Amazon sei der größte Onlinehändler und stehe mit den Marketplace-Händlern in einem unmittelbaren Wettbewerbsverhältnis. Preisvorgaben an die eigenen Wettbewerber seien unter keinen Umständen zu rechtfertigen – auch nicht mit den unbestreitbaren Vorteilen eines Online-Marktplatzes.

Kooperation mit britischer Wettbewerbsbehörde

Bereits im August dieses Jahres hatte Amazon angekündigt, die Preisparität im Marketplace aufzugeben und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für einen Teil der Händler auch schon entsprechend geändert. Da eine Wiederholungsgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte und eine Änderung der Vertragsbedingungen nur für einen Teil der Händler tatsächlich umgesetzt wurde, hatte das Bundeskartellamt die Maßnahmen beanstandet. Es war außerdem nicht sichergestellt, dass die Händler die Abschaffung der Preisparitätsklausel auch zur Kenntnis nahmen. Mit den jetzt erfolgten Schritten ist davon auszugehen, dass die Forderungen des Kartellamtes erfüllt sind.

Das Bundeskartellamt hat in diesem Verfahren mit der britischen Wettbewerbsbehörde, Office of Fair Trading, im Rahmen des Netzwerks der Europäischen Wettbewerbsbehörden ECN kooperiert. Die Behörden haben hierdurch eine EU-weite Aufgabe der Preisparität erreicht.

(Bundeskartellamt/asc)

Kommunikation

Vom Schreiben, Sharen und Streamen – wie wir online unsere Zeit verbringen

24 Prozent der Deutschen verbringen eine Stunde täglich mit dem Schreiben von Nachrichten, und knapp 70 Prozent surfen bis zu eine Stunde am Tag durch Social-Media-Kanäle. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Cashback-Portals Shoop.de. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

WeChat-Expertin: „Ich warne davor zu behaupten, dass WeChat im Westen gescheitert sei“

Janette Lajara hat mehrere Jahre in China gelebt und dort für OSK das…

Neocom 2017: Die Messe der Zukunft ist ein Happening und noch keine Virtualisierung

Nicht nur die Neocom befindet sich im ständigen Wandel und muss die Kombination…

Bier oder Business? Wie sich Messen durch junge Formate grundlegend reformieren

Die Zeiten stundenlangen Frontalunterrichts in Kongresssälen sind vorbei. Bei immer mehr Business-Events sind…

Werbeanzeige

Werbeanzeige